Die Werbetrommel rühren

Fünf Tipps wie du dein Open-Source-Projekt bekannter machst

Melanie Feldmann

© Shutterstock / hxdbzxy

Du hast eine coole Idee für ein Softwareprojekt als Open Source Tool umgesetzt, aber niemand nutzt dein Tool? Dein wird es Zeit dafür, ein wenig Marketing zu betreiben und der Welt da draußen von deinem Tool zu erzählen. Wir haben fünf Tipps für dich zusammengestellt, wie du deine Software attraktiver und bekannter machst.

Gib der Software einen aussagekräftigen Namen

Am einfachsten ist es, dein Tool nach dem zu benennen was es macht. Dann erkennen andere Entwickler sofort für was es gedacht ist. Natürlich kannst du deinem Tool auch einen coolen Namen geben wie Spark oder Dropwizard. Dann musst du dir aber bewusst sein, dass deine zukünftigen Nutzer zweimal hinschauen müssen. Außerdem empfiehlt es sich, nicht den Namen eines Alltagsgegenstands zu nehmen. Pants ist zwar ein witziger Tool-Name, aber danach zu googlen ist nervig. Deswegen nimm lieber etwas einzigartiges. Versetze dich außerdem in deine Zielgruppe hinein und nutze Fachbegriffe oder Abwandlungen davon.

Schreib eine ausführliche Projektbeschreibung

Du musst deinen Nutzern auf Anhieb genug Informationen geben. Nur dann ist es ihnen den Aufwand wert deine Software herunterzuladen und auszuprobieren. Deswegen musst du ihnen genau erklären, was dein Tool kann – und was vielleicht (noch) nicht. Deswegen sollte eine ausführliche Projektbeschreibung auf gar keinen Fall fehlen. Erkläre was dein Tool wie erreicht, gib Tipps für den ersten Start und mache klar welche Abhängigkeiten bestehen und welche anderen Tools vielleicht noch gebraucht werden. Eine gute Beschreibung erhöht auch deine Chance, über Suchmaschinen gefunden zu werden. Und zu einer guten Projektbeschreibung gehört natürlich auch eine gute Dokumentation, die immer up to date sein sollte.

Alle Wege führen nach GitHub

Wenn du möchtest, dass dein Open-Source-Tool gefunden wird, stelle es auf GitHub. An dieser Seite komme man als (Open-Source-)Entwickler einfach nicht vorbei. Die Netzwerke zwischen Nutzern und Tools auf GitHub sind nicht zu unterschätzen. Außerdem ist die Seite ideal für Feedback und du hast einen guten Überblick wie viele Menschen deine Software einsetzen. Vielleicht schaffst du es sogar auf die Trending Page von GitHub. Denk auch daran, dass es nicht nur dein Projekt gibt. Arbeite auch an anderen Open-Source-Projekten mit oder gib Feedback. Das stärkt deine Reputation und die deines Projekts.

Blogs, Twitter und Co.

Umso mehr du über dein Projekt redest, umso besser. Schreibe Artikel auf deinem Blog über die Software und über ihren Einsatz. Freue dich auf Twitter über die ersten Downloads. Wenn du in Foren oder Plattformen wie Reddit oder Stackoverflow unterwegs bist, sollte ein Link zu deiner Projektseite in deiner Signatur oder deinem Profil nicht fehlen. Informiere existierende Nutzer über neue Releases. Das klappt gut über einen Blog und Social Media. Achte darauf, dass deine Seite RSS-Feeds unterstützt. Gerade in der Tech-Branche lassen sich so viele über Neuigkeiten informieren. Ein bisschen mehr Arbeit ist das Einrichten eines Newsletters. Wenn du viele Informationskanäle anbietest, können sich die Nutzer den bevorzugten heraussuchen. Falls dir schreiben weniger liegt, drehe ein Tutorial und lade es auf Vimeo oder YouTube hoch.

Rede mit Menschen

Falls deine Software eine Ergänzung zu einem bestehen Tool oder Ökosystem ist, sei nicht schüchtern und schreibe die Entwickler an. Die meisten freuen sich über Ergänzungen zu ihrer Software und empfehlen dein Tool vielleicht weiter. Wirf auch einen Blick auf deine lokale Meetup- oder User-Group-Szene. Die Organisatoren freuen sich immer über spannende Vorträge. So kommst du auch in direkten Kontakt mit Nutzern und Kontributoren. Gleiches gilt für bekannte Blogger oder Fachmedien. Auch wir freuen uns von dir zu hören. Schreib uns einfach eine Mail an jaxenter@sandsmedia.com.

Und ein kleiner Tipp zum Schluss: Hänge nicht zu sehr an deinem Projekt. Nimm Kritik positiv auf und klammere dich nicht an Software fest, die von anderen Lösungen ersetzt wird.

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Geschrieben von
Melanie Feldmann
Melanie Feldmann
Melanie Feldmann ist seit 2015 Redakteurin beim Java Magazin und JAXenter. Sie hat Technikjournalismus an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg studiert. Ihre Themenschwerpunkte sind IoT und Industrie 4.0.
Kommentare

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3 Kommentare auf "Fünf Tipps wie du dein Open-Source-Projekt bekannter machst"

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sandra
Gast

Sehr gut gelungener Beitrag , sehr interessant zu lesen.

Sven
Gast

In meinem Blog und auf Twitter darüber schreiben? Hm… Dann fehlt mir noch der Artikel „Fünf Tipps wie du deinen Blog und Twitter-Account bekannter machst“. 🙂