Open Source Agile: JimFlow vereint Kanban-Board und Issue Tracker

Hartmut Schlosser

Ein interessantes Tool für die agile Software-Entwicklung wurde Open Source zur Verfügung gestellt: Das digitale Kanban Board JimFlow.

JimFlow nennt sich ein „hybrides“ Agile-Tool – hybrid deshalb, weil es die Vorteile einer physisch vorhandenen Pinwand mit ihren Notizen und Post-its mit denen eines digitalen Dashboards verbinden soll. Denn es gilt in der Szene durchaus als umstritten, ob eine echte Pinwand durch eine digitale ersetzt werden sollte.

Während physikalische Bretter für alle sichtbar im Büro hängen und zu Face-to-Face-Kommunikationen oder Stand-up Meetings anregen, haben digitale Boards den Vorteil, von überall aus zugänglich und für verteilte Teams geeignet zu sein. Außerdem werden Aufgaben und Ziele direkt mit den Tickets eines Bugtrackers verbunden, was eine übersichtliche und komplette Planung ermöglicht.

Enter JimFlow.

Mit JimFlow werden für alle realen Notitzzettel eines Agile-Brettes via QR Codes digitale Gegenstücke erstellt. Eine Kamera überwacht dabei das Brett und verfolgt automatisch alle Bewegungen der QR Codes. Ergebnis ist ein elektronisches Abbild der Pinwand, das dann weiter verwendet werden kann und in jedem Browser zugänglich ist. Angeschlossen sind bisher die beiden Issue Tracker Trac und Jira.

Die Idee von JimFlow wird gut in unten stehendem Video vermittelt:

JimFlow hat das Potenzial, die Kluft zwischen analogen Kanban Boards und digitalem Issue Tracking zu schließen. Das Tool gibt es auf der Projektseite und auf GitHub in den vier Komponenten JimFlowPrint, JimFlowCam, JimFlowKlopfer und JimFlowWall. In den kommenden Wochen soll das Projekt nun ausgebaut werden, beispielsweise um Support für Flow Boards mit Lanes und die Generierung von Statistiken.

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Hartmut Schlosser
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