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Teil 1: Umfrage zum zwanzigsten Geburtstag von Java

„Oder bist du überhaupt nur eine Programmiersprache?“

Redaktion JAXenter

©Shutterstock/Beatricee

Sie haben es sicherlich schon mitbekommen: Java feiert dieses Jahr seinen 20sten Geburtstag! Und so ein Jubiläum ist immer auch ein guter Grund, zurückzublicken. Daher haben wir Autoren und Leser gefragt, was sie mit der Programmiersprache verbindet. Warum Eberhard Wolff es nur vorteilhaft findet, dass ein Compiler die Werke des Entwicklers stumm erträgt, lesen Sie in der ersten Folge unserer Geburtstags-Interview-Serie.

JAXenter: Wann war das erste Mal, als du sagtest: „Verdammt, Java ist ja wirklich cool!“

Eberhard Wolff: Irgendwann 1996: Garbage Collection, ein einfacher Sprachkern und die Internetstory rund um Applets waren damals wirklich ein großer Schritt nach vorne.

JAXenter: Hand aufs Herz: Welches war dein schwärzester Java-Moment?

Eberhard Wolff: Die Stagnation im Sprachkern zwischen 2006 (Java 6) und 2011 (Java 7) zusammen mit der Oracle-Akquisition waren nicht so toll – aber auch in der Zeit hat die Community spannende Sachen gemacht. Für mich war es der Beginn der Spring-Zeit und damit ein zweiter Java-Frühling.

JAXenter: Wie lauten die ersten Worte deiner Geburtstagsrede für Java?

Eberhard Wolff: Eins unterscheidet uns Menschen von Programmiersprachen: Nur Programmiersprachen werden über die Jahre nicht nur reifer, sondern auch immer besser und leistungsfähiger. Oder bist Du überhaupt nur eine Programmiersprache? Eher eine Plattform, auch für Neulinge wie Clojure, Scala …

JAXenter: Nach zwanzig Jahren ist mal eine echte Aussprache fällig; ihr seht euch tief in die Augen – was würde Java über dich und deinen Programmierstil sagen?

Eberhard Wolff: Es ist ja gerade einer der Vorteile eines Compilers, dass er die Werke des Entwicklers stumm erträgt – oder emotionslos mit einem Fehler reagiert. Viel besser als persönliche Vorhaltungen …

JAXenter: Zu einer guten Geburtstagsparty gehört auch Musik; wenn Java also ein Popsong wäre – welcher?

Eberhard Wolff: Ich würde lieber Java selbst spielen lassen – oder zumindest die JVM mit Clojure und Overtone (http://overtone.github.io/ ). Da gibt es durchaus einiges: https://www.youtube.com/results?search_query=overtone+clojure

Eberhard Wolff (http://ewolff.com) ist Fellow bei innoQ. Außerdem ist er Java Champion. Sein technologischer Schwerpunkt liegt auf Spring, NoSQL und Cloud.

Was sagt die Community?

Im ersten Teil der Serie kommen unsere Leser Robert Hempel und Rupert Löcker zu Wort.

JAXenter: Wann war das erste Mal, als du sagtest: „Verdammt, Java ist ja wirklich cool!“

Robert Hempel: Als mit JavaFX endlich gescheite Mittel für die GUI-Entwicklung entstanden.

JAXenter: Hand aufs Herz: Welches war dein schwärzester Java-Moment?

Robert Hempel: Als ich String#isEmpty() unter Java 6 entwickelt habe und in Produktion nur Java 5 lief. (mojohaus/animal-sniffer gab es damals leider noch nicht.)

Rupert Löcker: Als ich einen Bug in einem Code fixen musste, bei dem ich in den Kommentaren zehn verschiedene Sprachen gezählt habe und kein einziger Entwickler mehr bei der Firma war, der sich bei der Webapplikation ausgekannt hat.

JAXenter: Wie lauten die ersten Worte deiner Geburtstagsrede für Java?

Robert Hempel: Na mein alter Wegbegleiter …

Rupert Löcker: System.out.println(„Hello World and happy Birthday Java ;)“);

JAXenter: Nach zwanzig Jahren ist mal eine echte Aussprache fällig; ihr seht euch tief in die Augen – was würde Java über dich und deinen Programmierstil sagen?

Robert Hempel: Du hast noch viel zu lernen, aber ja auch noch viel Zeit dafür mein Freund!

Rupert Löcker: Ich liebe dich und will weiter mit dir zusammenarbeiten!

JAXenter: Zu einer guten Geburtstagsparty gehört auch Musik; wenn Java also ein Popsong wäre – welcher?

Robert Hempel: The Turtles – „Happy Together“.

Rupert Löcker: Macklemore & Ryan Lewis – „Can’t hold us“.

Wir bedanken uns für die Teilnahme!

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 Aufmacherbild: hand held microphone for interview von Shutterstock / Urheberrecht: Beatricee

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