Navigationshilfe für K8s

Octant: Workload-Navigation und -Visualisierung für Kubernetes

Dominik Mohilo

© Shutterstock / Nejron Photo

Ein Containerschiff erfolgreich zu steuern, ist nicht leicht. Etliche Dinge können passieren, nicht nur an Deck, sondern auch in den geladenen Frachtgütern. Das ist auch in der digitalen Variante, also bei Kubernetes-Anwendungen, nicht anders. Um die Workloads besser im Blick zu behalten, gibt es für die Navigation von Kubernetes nun Octant.

Selbst das Team von VMware, das Octant entwickelt hat, muss zugeben, dass es bereits eine große Vielzahl an unterschiedlichen Dashboards für Kubernetes gibt – nicht zuletzt das von Kubernetes selbst bereitgestellte Dashboard. Warum also nun noch ein Tool, um zwischen den Objekten verschiedenster Namespaces herumzunavigieren?

Im Gegensatz zum hauseigenen Dashboard der Containerplattform Kubernetes, läuft der unter Apache-2.0-Lizenz veröffentlichte Octant auf der lokalen Workstation des Users. Um auf die eigenen Cluster zuzugreifen, muss man sich mit den Kubernetes-Zugangsdaten einloggen, was die Sicherheit zusätzlich erhöhen soll.

Octant: Die Features

Die zentrale Frage, die Octant beantworten soll ist, wie Anwendungen sich im Kubernetes Cluster verhalten. Ein zentraler Punkt ist dabei die Visualisierung dessen, was in diesen Clustern überhaupt los ist und wie die einzelnen Objekte miteinander interagieren und zusammenspielen. Dazu kann mit Octant ein Graph angelegt werden, der die Verknüpfungen und Zusammenhänge zwischen Objekten in Echtzeit darstellt. Anhand verschiedener Farben wird sichtbar, wie die Performance der einzelnen Workloads aussieht.

Das Web-Interface für Kubernetes zeigt Nutzern übersichtlich an, was man sich normalerweise mit vielen verschiedenen Kommandos zusammensuchen muss. Workloads können zudem nach Labels gefiltert werden und eine Übersicht über die verschiedenen Log Streams von Pods und Containern erleichtern das Monitoring sowie das Finden von Fehlerquellen.

Abgesehen von der grundlegenden Funktionalität ist das wichtigste Asset sicher die Erweiterbarkeit. Das Plug-in-System von Octant erlaubt es, via gRPC neue Funktionalitäten hinzuzufügen. VMwares Tool gibt also Cluster-Managern nicht nur neue Features an die Hand, sondern erlaubt auch die Individualisierung.

Weitere Informationen zu Octant gibt es auf der GitHub-Präsenz des Projektes und auf dem Blog von VMware.

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Geschrieben von
Dominik Mohilo
Dominik Mohilo
Dominik Mohilo studierte Germanistik und Soziologie an der Goethe-Universität in Frankfurt. Seit 2015 ist er Redakteur bei S&S-Media.
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