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Was sich Entwickler wünschen

Nur Urlaub ist wichtiger als Home Office

Melanie Feldmann

© Shutterstock / g-stockstudio

In den USA arbeiten acht Prozent aller Entwickler von zu Hause aus. Das klingt nicht nach viel, es sind aber mehr als doppelt so viele wie in anderen Branchen. Die Zahl könnte aber weiter steigen, denn Home Office ist Entwicklern fast so wichtig wie Urlaub. Die Situation in Deutschland ist schwer einzuschätzen.

Laut einem Bericht der Nachrichtenseite Quartz arbeiteten 2015 in den USA 300.000 Vollzeit-Angestellte als Entwickler von zu Hause aus. Das sind rund acht Prozent aller amerikanischen Entwickler, während es in anderen Branchen nur drei Prozent der Arbeitnehmer sind. Damit arbeiten mehr Entwickler im heimischen Büro als beispielsweise Designer oder Manager. Im Schnitt arbeiten sie sechs Stunden pro Tag von zu Hause. 2005 waren es noch knapp drei Stunden.

Stackoverflow schätzt basierend auf einer Umfrage, dass es in Deutschland rund 700.000 Entwickler gibt. Die Q&A-Seite zählt auch Studenten und Freischaffende in diese Zahl mit hinein. Für das Thema Home Office führt das europäische Statistikamt für Deutschland nur allgemeine Zahlen über alle Beschäftigten. Laut diesen arbeiteten 2015 rund drei Prozent der Angestellten üblicherweise von zu Hause, immerhin noch acht Prozent gelegentlich. Trotz der Wirbel um das Thema Home Office hat sich diese Zahl in den letzten fünf Jahren auch kaum verändert. Basierend auf dieser eher wackeligen Datenbasis käme man auf rund 21.000 Entwickler, die 2015 in Deutschland meistens von zu Hause aus arbeiten.

Home Office ist Job-Wunsch Nummer Zwei

Laut einer Umfrage von Stackoverflow ist Entwicklern weltweit Home Office mit das Wichtigste, wenn es um Zusatzleistungen im Job geht. 53 Prozent der Befragten wählten Home Office unter die fünf wichtigsten Zusatzleistungen. Nur Urlaubstage bekamen eine bessere Wertung (57 Prozent). Auf Platz drei folgten Gesundheitsleistungen. Ob Gesundheitsleistungen auch in Deutschland mit allgemeiner Krankenversicherung und der Privatversicherung ab einer bestimmten Gehaltsgrenze auch so gute Werte bekommen würde, ist aber fraglich. Die bei Arbeitgebern beliebten Sponsorings für Essen landeten nur auf einem mittleren Platz. Auch der Jahresbonus kam nicht unter die ersten Fünf. Damit wollen Entwickler wohl am liebsten gar nicht mehr im Büro auftauchen und ihnen sind nicht direkt monetäre Anreize wichtiger als der schnöde Mammon.

Wir möchten gerne von euch wissen, ob ihr im Home Office arbeitet und wenn ja wie regelmäßig. Ist es euch so wichtig wie den Kollegen weltweit?

Arbeitest du im Home Office?

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Geschrieben von
Melanie Feldmann
Melanie Feldmann
Melanie Feldmann ist seit 2015 Redakteurin beim Java Magazin und JAXenter. Sie hat Technikjournalismus an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg studiert. Ihre Themenschwerpunkte sind IoT und Industrie 4.0.
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