Suche
Ein Netzwerk-Tool für die Automatisierung von Datenflüssen

NSA übergibt Projekt NiFi an Apache

Apache Nifi Logo (Quelle: Projektseite)
Preis

Open Source

Titel

Apache Nifi

Hersteller

Apache Software Foundation

Lizenz

Apache 2.0

Preis

Open Source

Download
Link

Einen zuverlässigen, effektiven Datenfluss zwischen verschiedenen Systemen – beispielsweise einem Laptop auf der einen Seite, einem massiven verteilten System auf der anderen Seite – zu gewährleisten, kann mitunter eine heikle Aufgabe darstellen: Je höher Datenvolumen und Datenrate und je zahlreicher die verschiedenen Protokolle und Formate, desto größer die Komplexität und der Bedarf an einer guten Übersicht und an Agilität. Diese Herausforderungen zu meistern, ist das Hauptziel des Projekts Nifi (kurz für „Niagarafiles“), das neu im Apache-Inkubator angekommen ist.

Features

Apache NiFi beruht auf Konzepten der flow-basierten Programmierung und unterstützt leistungsstarke und skalierbare, gerichtete Graphen. Die angedachten Features umfassen u.a. eine webbasierte Benutzerschnittstelle für eine nahtlose Verbindung von Design, Kontrolle, Feedback und der Überwachung von Datenflüssen, eine detaillierte Verfolgung der Datenherkunft, eine hohe Konfigurierbarkeit entlang unterschiedlicher Dimensionen wie beispielsweise „niedrige Latenz versus hoher Durchsatz“, sowie ein Komponentenbasiertes Extension-Modell und ausgereifte Interfaces, die eine schnelle Entwicklung und ein effektives Testen ermöglichen sollen. Da sich Nifi erst seit kurzem im Apache Incubator befindet, ist bislang allerdings weder eine abschließende Featureliste noch eine Roadmap verfügbar.

Ursprünge

Gewöhnungsbedürftig dürfte besonders für manch einen hierzulande die Herkunft des Projekts sein: Nifi wurde im Rahmen des Technology Transfer Program (TTP) von der National Security Agency (NSA) an die Apache Software Foundation (ASF) übergeben. Grund für die Veröffentlichung als Open-Source-Projekt ist der offiziellen Pressemitteilung der NSA zufolge, dass man sich Wettbewerbsvorteile für US-amerikanische Privatunternehmen erhofft, wenn diese den Informationsfluss zwischen geografisch auseinanderliegenden Standorten besser analysieren und kontrollieren können. Dabei ist anzumerken, dass es sich nicht um den ersten derartigen Schritt des Geheimdienstes handelt: So hatte die NSA in der Vergangenheit bereits die NoSQL-Datenbank Accumulo an die ASF übergeben sowie die Grundlagen des Sicherheitsframeworks Security-Enhanced Linux (SELinux) entwickelt.

Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.