Nodyn bringt Node.js auf die JVM

Claudia Fröhling

Red Hat hatte Anfang des Jahres das Projekt Nodyn vorgestellt – eine Brücke zwischen der Node.js-Welt und der Java Virtual Machine. Jetzt nimmt Nodyn langsam konkrete Formen an, die Website des Projekts nodyn.io füllt sich mit Leben. Nodyn wird von den Verantwortlichen der Application Plattform TorqueBox betreut.

DynJS, Netty und Vert.x als Grundlage

Die Grundlage für Nodyn bilden bekannte Projekte: Das Open-Source-Projekt DynJS bietet eine ECMAScript-Runtime für die JVM. Es kann in bestehende Java-Anwendungen eingebunden werden, um JavaScript-Funktionalität nutzen zu können.

Ebenfalls Einfluss genommen hat das NIO-Framework Netty, mit dem sich bekanntermaßen vollständig asynchrone Netzwerkprogramme entwickeln lassen. Last but not least spielt auch Vert.x für Nodyn eine Rolle. Vert.x ist die JVM-basierte Plattform zur Entwicklung performanter und skalierbare Serveranwendungen (siehe auch „Vert.x im Unternehmenseinsatz“).

Mehr JavaScript als das Original

Im Blog berichtet das Team von der Entstehungsgeschichte von Nodyn. Ursprünglich sollte das Projekt eine Implementierung des Public-Facing API werden, diese war aber nicht ausreichend dokumentiert.

Stattdessen entschied man sich dafür, den Code von Node.js umzuschreiben: Die JavaScript-Teile wurden übernommen, während die C++-Teile durch Java- und JavaScript-Code ersetzt wurden. Nodyn besteht also aus mehr JavaScript als Node.js.

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Claudia Fröhling
Claudia Fröhling
Claudia Fröhling hat in verschiedenen Redaktionen als TV- und Onlineredakteurin gearbeitet, bevor sie 2008 zur Software & Support Media GmbH kam und sich bis 2014 um alle Projekte des Verlages im Ressort Java kümmerte. Claudia hat einen Abschluss in Politikwissenschaften und Multimedia Producing. Ihr Google+ Profil findest du hier.
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