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Ein Node.js-kompatibles Framework für die JVM

Nodyn

Niko Köbler
© iStockphoto.com/Logorilla

Im ersten Teil dieser Serie (Java Magazin 1.2015) haben wir uns mit Avatar beschäftigt, der Node.js-Alternative aus dem Hause Oracle. Dass Oracle hier nicht alleine auf weiter Flur unterwegs ist, zeigen entsprechende Anstrengungen im Hause Red Hat, genauer: im Team von Project Odd. Hier wird unter dem Namen „Nodyn“ ebenfalls an einer Node.js-kompatiblen Lösung für die JVM gearbeitet.

Nodyn ist nicht einfach nur ein Abklatsch von Node.js, sondern vereint mit dem Node-API zusätzlich auch noch Netty und Vert.x miteinander, um den größtmöglichen Vorteil für die asynchrone Netzwerk- und Request-Verarbeitung zu bieten. Nodyn läuft zwar, wie Avatar, auf der JVM, nutzt im Gegensatz zu Avatar aber (noch) nicht die Nashorn JavaScript Engine der JVM, sondern setzt auf die JS-Engine DynJS. Diese wird, wie Nodyn, vom Projekt Odd entwickelt. Project Odd ist eine Forschungsabteilung bei Red Hat, die sich vornehmlich mit dynamischen Sprachen auf der JVM beschäftigt. So stammt u. a. JRuby von diesem Team, außerdem TorqueBox (Ruby Gems für Wildfly) – und eben auch DynJS.

Ähnlich wie Nashorn bringt DynJS ein Kommandozeileninterface mit, das es ermöglicht, JavaScript-Operationen direkt oder auch in JS-Dateien enthaltenen Code auszuführen. Für Java-Anwendungen kann die Script Engine über bekannte Dependency-Mechanismen oder auch direkt in den Klassenpfad geladen und somit im Java-Code verwendet werden. Auch hier können einzelne JS-Befehle oder ganze Dateien geladen und ausgeführt werden. Die Syntax unterscheidet sich naturgemäß von der von Nashorn. Aber auch mit DynJS ist es möglich, Java- und JavaScript-Code zu vermischen. Mehr Informationen zu DynJS und warum Douglas Campos es entwickelt hat, liefert ein Interview mit dem Gründer von DynJS.

(Lesen Sie den kompletten Artikel im Java Magazin 3.15)

Geschrieben von
Niko Köbler
Niko Köbler
Niko Köbler ist freiberuflicher Software-Architekt, Developer & Trainer für Java & JavaScript-(Enterprise-)Lösungen, Integrationen und Webdevelopment. Er ist Co-Lead der JUG Darmstadt, schreibt Artikel für Fachmagazine und ist regelmäßig als Sprecher auf internationalen Fachkonferenzen anzutreffen. Niko twittert @dasniko.
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