Internet of Things bekommt neues Werkzeug

Node-RED 1.0 ist da: Neue CSS-Strukturierung und Subflow-Update

Jan Bernecke
Node-RED

© Shutterstock / whiteMocca

Nach einer länger als geplanten Entwicklungsphase verkündet das Team der Open Source Software Node-RED den Release der ersten Hauptversion. Das erstmalig von IBM ins Leben gerufene Tool mit Baukastenprinzip basiert auf einer datenstromorientierten Programmierung, um Geräte im Internet of Things miteinander zu verbinden.

Pünktlich zur Veröffentlichung von Node-RED 1.0 meldete sich mit Nicolas O´Leary einer der Entwickler des grafischen Entwicklungstools zu Wort. Node-RED Nutzer werden sich mit dem neuen Release auf einige Veränderungen einstellen müssen, die vor einem Upgrade beachtet werden sollten. Sie kennen Node-RED noch nicht? Dann empfehlen wir Ihnen unser Interview mit Lars Gregori über die Besonderheiten dieses Tools.

Editor CSS-Restrukturierung für Node-RED V.1.0

In der CSS-Restrukturierung sehen die Entwickler eine der größten Veränderungen in der Geschichte von Node-RED: Das Design des Editors wurde so angepasst, dass eine einheitliche CSS-Struktur gegeben ist. Diese wurde dahingehend geändert, dass Benutzer der neuen Version eigene Farbpaletten einfacher erstellen können.

Entwickler O`Leary weist darauf hin, dass benutzerdefinierte Designs deaktiviert werden müssen, wenn die neue Version genutzt werden soll.

Zudem wurden im Zuge des Upgrades von Node-RED die Versionen von jQuery und jQuery-UI auf die neuesten Versionen (3.4.1 und 1.12.1) aktualisiert. Getrennt haben sich die Entwickler in der neuen Version hingegen von Bootstrap und JavaScript.

Die Clipboard Dialogs wurden mit den Bibliotheks-Import-/Export-Dialogs kombiniert, um ein einheitlicheres Erlebnis beim Importieren und Exportieren von Datenflows zu ermöglichen. Die gesamte Liste der Veränderungen der Dialoge ist online einsehbar.

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Asynchroner Nachrichtenversand, neues API und Subflow-Update

Das Release sorgt auch für Änderungen beim Nachrichtenaustausch zwischen Nodes. Dieser findet nun immer asynchron und nicht, je nach Implementierung einzelner Nodes, mal asynchron und mal synchron statt. Laut den Node-RED Entwicklern kann dies dazu führen, dass sich in einigen Fällen die relative Reihenfolge der Meldungen ändert, wenn sich ein Ablauf verzweigt.

Als Folge des neu eingeführten asynchronen Messagings klont der Function Node Meldungen jetzt auf eine gänzlich neue Art und Weise. Wurde das Klonen von Meldungen bis jetzt so gut wie möglich vermieden, dupliziert der Function Node nun alle Meldungen, die an node.send() übertragen werden.

Den Nodes steht nach dem neuen Release ein neues API für die Verarbeitung von Meldungen in der Laufzeitumgebung zur Verfügung. Das API ermöglicht es, der Laufzeit mitzuteilen, wenn sie eine Meldung fertig verarbeitet hat.

Dies trägt nach O´Leary dazu bei, dass die Laufzeitumgebung Nodes verfolgen kann, während sie durch das System fließen. So werden zukünftige Funktionen, wie automatische Timeouts von Nodes, ermöglicht. Diese Funktion allerdings nur für Nodes verfügbar, die bereits auf das neue API aktualisiert wurden.

Ebenfalls neu: Node-RED erlaubt dem Benutzer mittels einer Subflow-Vorlage ein Set von Umgebungsvariablen zu definieren. Subflow meint dabei eine Anzahl von mehreren Nodes, die zu einem Einzigen im Workspace zusammengeführt werden. In der neuen Version ist es nun möglich, ein benutzerdefiniertes User Interface so zu definieren, wie die Umgebungsvariable vom Instance Node dargestellt werden soll.

Neue Docker Images und aktualisierte Bibliothek

Größere Änderungen gibt es im Bereich der Docker Images. Nach der umfangreichen Überarbeitung hat sich der Name der Images in nodered/node-red geändert, für nodered/node-red-docker wird es im Zuge dieser Neuerung keine Updates mehr geben. Alle Informationen zu den Veränderungen im Bereich Docker Images sind auf github zusammengefasst.

In Node-RED 1.0 wurde ebenfalls die Flow Library erweitert. Neben einem neuen Design haben Benutzer ab jetzt die Möglichkeit, Flows zu klassifizieren, wie es vorher bereits mit Nodes machbar war. Neu sind sogenannte Collections, Gruppen von Nodes und Flows. Einige der bereits erstellten Collections sind:

  • Zusätzliche Nodes für das Node-RED Dashboard.
  • Nodes und Abläufe, die bei der Planung von Aufgaben helfen.
  • Nodes, die beim Routing von Meldungen helfen.

Eine gesamte Übersicht über alle neuen Features und Anwendungsmöglichkeiten von Node-RED 1.0 finden Sie auf dem Blog der Entwickler.

Geschrieben von
Jan Bernecke
Jan Bernecke
Jan Bernecke ist seit 2019 Online-Redakteur bei S&S Media. Zuvor war der Literaturwissenschaftler im Bereich Online-Marketing tätig.
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