Hallo Welt!

Node.js Foundation nimmt offiziell Arbeit auf

Michael Thomas

© Shutterstock/Anson0618

Erst kürzlich konnte vermeldet werden, dass die Arbeiten an der Node.js Foundation, welche die serverseitige Plattform und deren Fork io.js wieder unter einem Dach vereint, zügig und im Einklang mit dem Zeitplan vorangehen. Nun ist der größte Schritt getan: Wie die Linux Foundation, die stark in den Aufbau der Stiftung involviert war, mitgeteilt hat, haben die Entwickler-Communities der Projekte ihre Absicht bekannt gegeben, beider Codebasen zusammenzuführen. In anderen Worten: Die Node.js Foundation nimmt offiziell ihre Arbeit auf.

Einst …

Ende 2014 kam es zum Paukenschlag: Unter dem Emblem io.js etablierte sich eine Abspaltung des JavaScript-Frameworks Node.js. Durch die Abwanderung mehrerer Top-Committer stellte der Fork einen bedeutenden Aderlass dar, schon bald reagierte Node.js auf die in der Community um sich greifende Unzufriedenheit mit dem Führungsstil des Projekts und kündigte im Februar 2015 an, das Projekt in die Hände einer Stiftung zu überführen. Da sich die erhitzten Gemüter recht schnell beruhigten, wurde auch io.js schon bald in den Prozess einbezogen: Mitarbeiter beider Projekte sowie Mitglieder der Linux Foundation arbeiteten in der Folge daran, die „Familie“ wieder zusammenzuführen.

… und Jetzt

Ergebnis der Anstrengungen ist die neutrale Node.js Foundation, die mit der heute erfolgten Ankündigung, die Codebasen von Node.js und io.js zusammenzuführen, nun auch offiziell ihre Arbeit aufnimmt.

Erstmals offiziell wurde auch die ratifizierte Open-Governance-Struktur der Node.js Foundation vorgestellt. Als Linux Foundation Collaborative Project verfügt sie demnach mit dem Technical Steering Commitee (TSC) über eine zentrale Kontrollinstanz, die sich aus Mitgliedern der entsprechenden Gremien der Vorgängerprojekte zusammensetzt. Das TSC ist für die Lenkung der technischen Entscheidungen, die Beaufsichtigung der Arbeitsgruppenprojekte und die Verwaltung von Beiträgen zur Node-Codebasis verantwortlich. Der Vorstand, der sich aus Vertretern der Geldgeber der Stiftung zusammensetzt, zeichnet für Geschäftsentscheidungen verantwortlich, wozu etwa die Kontrolle über die Finanzen, das Marketing und juristische Belange gehören. Auf die technischen Entscheidungen kann der Vorstand laut Struktur der Stiftung hingegen keinen Einfluss nehmen.

Die Platinum-Mitgliedern der Stiftung (je ein Sitz im Vorstand) sind Famous, IBM, Intel, Joyent, Microsoft und PayPal, zu den Gold-Mitgliedern (ein Sitz im Vorstand je drei Mitglieder) zählen GoDaddy, NodeSource und Progress Software, eine Silber-Mitgliedschaft (ein Sitz im Vorstand je zehn Mitglieder) schließlich haben Codefresh, DigitalOcean, Fidelity, Groupon, nearForm, npm, Sauce Labs, SAP, StrongLoop und YLD! inne.

Aufmacherbild: Hello world! Colorful words on the blackboard von Shutterstock / Urheberrecht: Anson0618

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Michael Thomas
Michael Thomas studierte Erziehungswissenschaft an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und arbeitet seit 2013 als Freelance-Autor bei JAXenter.de. Kontakt: mthomas[at]sandsmedia.com
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