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Den Graben wieder zuschütten

Node.js Foundation nimmt Gestalt an

Michael Thomas

© Shutterstock.com/Mega Pixel

Nachdem es Ende letzten Jahres zum Paukenschlag kam und sich unter dem Emblem io.js eine Abspaltung des JavaScript-Frameworks Node.js etablierte, scheinen sich die erhitzten Gemüter zwischenzeitlich wieder deutlich abgekühlt zu haben. Denn bereits seit einigen Wochen arbeiten Mitarbeiter von io.js und Node.js sowie Mitglieder der Linux Foundation daran, die Familie wieder zusammenzuführen.

Mikeal Rogers, der sich mittlerweile quasi zum inoffiziellen Sprachrohr von io.js gemausert hat, berichtete in einem Blogpost nun über den Stand der Entwicklung bei den Grundlagen der angedachten Node.js Foundation.

Neuer Projekt-Lebenszyklus

Ein von der Arbeitsgruppe erarbeitetes Strategiepapier betrifft demnach Veränderungen im Rahmen des Projekt-Lebenszyklus. Diese wurden Rogers zufolge vor allem deshalb notwendig, weil die inzwischen knapp 50 io.js-Arbeitsgruppen mit insgesamt rund 300 Mitgliedern in die neue Stiftung integriert werden müssen. Die Gründung einer Stiftung hat zur Folge, dass zukünftig Budgets an die unterschiedlichen Projekte verteilt werden. Da diese Ressourcen natürlich begrenzt sind, ist es rein wirtschaftlich gesehen untragbar, wenn neue Projekte und Gruppen völlig unkontrolliert gestartet werden können. Da eine der großen Stärken von io.js jedoch gerade in dieser Freiheit besteht, wird laut Rogers noch an einer ausgewogenen Lösung des Problems gearbeitet.

TSC Charter und Policy-Entwurf

Ein weiteres Dokument definiert die Aufgaben und Zuständigkeitsbereiche des Technical Steering Committee (TSC), welches die zentrale Kontrollinstanz der Stiftung darstellen wird. Das TSC nimmt somit die Rolle ein, die bei io.js das Technical Committee (TC) ausfüllt und wird sich deshalb voraussichtlich aus dessen Mitgliedern sowie zusätzlich aus den verdienstvollsten Node.js-Committern zusammensetzen. Die TSC Charter soll u.a. festhalten, dass technische Entscheidungen unabhängig vom Vorstand der Stiftung gefällt werden.

Die noch vom Stiftungsvorstand zu ratifizierende TSC Policy schließlich regelt beispielsweise Einzelheiten des Release-Prozesses, des technischer Anwendungsbereichs oder der Geschäftsziele.

Derweil spaltet sich io.js-Community in Gegner und Befürworter des neuen Kurses auf. Die kontroverse Diskussion kann u.a. in einem eigenen GitHub-Issue nachverfolgt werden.

Aufmacherbild: Rolled House Blueprints and Construction Plans von Shutterstock.com / Urheberrecht: Mega Pixel

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Michael Thomas
Michael Thomas
Michael Thomas studierte Erziehungswissenschaft an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und arbeitet seit 2013 als Freelance-Autor bei JAXenter.de. Kontakt: mthomas[at]sandsmedia.com
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