'Next generation messaging': Teams von HornetQ und ActiveMQ bündeln Kräfte

Redaktion JAXenter

Die Entwicklerteams der freien Messaging-Broker HornetQ und ActiveMQ erwägen offenbar eine engere Zusammenarbeit. Einen entsprechenden Vorschlag unterbreitete der Projektleiter von HornetQ, Clubert Suconic, dem ActiveMQ-Team in dessen Mailing-Liste.

Konkret bot er an, die Codebasis seines Projekts an die ActiveMQ-Community zu übergeben.

Zur Begründung schreibt Suconic, es gebe bereits eine Reihe von Schnittmengen zwischen den Brokern. Auch die Möglichkeit, sich gegenseitig zu ergänzen, bestehe. So seien die Funktionalitäten, die mit dem ActiveMQ-Unterprojekt Apollo erzielt werden sollen, in HornetQ bereits zum Teil umgesetzt bzw. leicht implementierbar. Da der Broker das Protokoll STOMP bereits unterstütze, werde es ein Leichtes sein, Unterstützung für OpenWire ebenfalls hinzuzufügen. Auch Version 2.0 des Standards Java Message Service (JMS), im vergangenen Jahr nach über zehn Jahren Entwicklung erschienen, unterstütze HornetQ bereits. Somit sei der Red-Hat-Broker auch darin eine Bereicherung für das Apache-Projekt ActiveMQ, der den Standard noch nicht implementiert hat.

Next generation messaging

Der Vorschlag Suconics wird von den AcitveMQ-Committern, die sich bislang dazu geäußert haben, begrüßt. Hiram Chirino (Red Hat) schreibt: 

Bringing the HornetQ community into [the] ActiveMQ would be exciting for me. We could collaborate and bring together the best features of ActiveMQ, Apollo and HornetQ to create an amazing next generation messaging system AND grow our developer community at the same time.

Offenbar kam Suconics Impuls darüber hinaus zum richtigen Zeitpunkt, da es laut Chirino zu wenig Beteiligung am Apollo-Projekt gab. Der Entwickler führt dies darauf zurück, dass das Unterprojekt in Scala implementiert ist. Er habe bereits über eine Java-Portierung nachgedacht. 

Red Hat als Bindeglied 

Die Kräfte zu bündeln ist auch in firmenpolitischer Hinsicht naheliegend: HornetQ ist ein JBoss- also Red-Hat-Projekt, und viele der ActiveMQ-Committer (11 laut der aktuellen Liste auf der Webpräsenz) stammen ebenfalls aus dem Hause Red Hat. Es scheint also nur zusammenzuwachsen, was zusammen gehört. Der spontane, pragmatische Zusammenschluss dürfte beiden Communities außerdem manch ein neu erfundenes Rad ersparen.

Beide Broker implementieren den Java Message Service (JMS). Das asynchrone Messaging-System HornetQ bietet neben JMS-Unterstützung eine eigene, über den JMS-Standard hinausgehende Schnittstelle, die die Performance und Flexibilität erhöhen soll. HornetQ unterstützt seit einigen Monaten auch die Anwendungsplattform Vert.x

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