Neues OpenJDK-Projekt Sumatra steht zur Abstimmung

Hartmut Schlosser

Java ist eine der großen Sundainseln, Sumatra auch. Im Technologie-Kontext ist Java aber eine Programmiersprache und Enterprise-Plattform, und Sumatra ist ein neu vorgeschlagenes java.net-Projekt.

Die Diskussionen um ein Projekt, dass mittels einer nativen JVM expliziten Grafikprozessor-Support in Java bereitstellen soll, wurden bereits Mitte August konkret geführt. Das damals mit dem Label „GPU Support“ umschriebene OpenJDK-Projekt hat nun den schönen Namen Sumatra erhalten und steht kurz vor der offiziellen Gründung.

Wie John Coomes (Oracle) auf der OpenJDK-Mailingliste bekannt gibt, soll das Projekt von der OpenJDK-HotSpot-Gruppe gesponsort werden. Als Projektleiter wird Commes selbst auftreten. Auch eine initiale Committer-Liste steht schon fest, darunter befinden sich bekannte Java-Größen wie Brian Goetz, John Rose, Gary Frost, Eric Caspole und David Chase. Die ersten Autoren der Spezifikationen sind Alex Buckley, Tom Deneau, Lee Howes, Mark Nutter und Vasanth Venkatachalam.

Das Projektziel besteht darin, die GPU-Rechenleistungen gezielt für Java-Anwendungen auszunutzen, sowohl von diskret vorliegenden Devices als auch von in die CPU integrierten Chips. Erzielt werden können somit Performance-Gewinne, aufgebaut wird auf der Hotspot JVM. Wie bereits früher von den Projekt-Leitern beschrieben, liegt der Fokus zunächst auf Java, später ist aber auch die Unterstützung anderer JVM-Sprachen denkbar, genannt werden JavaScript/Nashorn, Scala und JRuby.

Die Abstimmung über die Annahme des Projektes wird bis zum 25. September abgeschlossen sein. Wahlberechtigt sind alle Mitglieder des OpenJDK-Projektes.

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Hartmut Schlosser
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