Continuous Delivery im neuem Gewand

Neues UI für Jenkins

Melanie Feldmann

© Shutterstock / EpicStockMedia

Das Continuous Delivery Tool Jenkins hat nicht unbedingt den besten Ruf was die Usability anbelangt. Dem wollen die Entwickler nun entgegentreten und stellen mit Blue Ocean ein neues Plug-in vor, das die User Experience deutlich verbessern soll.

Zurzeit befindet sich das Open Source Tool noch in der Alpha-Phase. Das Ziel soll sein, dass Jenkins-Nutzer Blue Ocean Seite an Seite mit der Jenkins Classic UI nutzen können. Der Jenkins-Entwickler James Dumay fasst es in einem Blog-Beitrag zusammen:

Blue Ocean is a project that rethinks the user experience of Jenkins, modelling and presenting the process of software delivery by surfacing information that’s important to development teams with as few clicks as possible.

Es geht eben nicht nur darum, das Design an sich aufzuhübschen. Mit neuen Funktionen soll Blue Ocean das Entwicklerleben einfacher machen.

Alle Pipelines auf einen Blick

Die Pipelines werden auf einem einzigen Screen visualisiert, zusammen mit den einzelnen Delivery-Schritten und den Logs. Das soll das Verständnis auch komplexer Pipelines vereinfachen. Auch das Scrollen durch 10.000 Zeilen an Logs gehört der Vergangenheit an. Das UI Tool zeigt genau die Stelle, an welcher der Build fehlgeschlagen ist.

Viele Branches sind kein Problem mehr

Auch die Nutzung mehrer Git-Branches vereinfacht sich mit Blue Ocean. Durch eine Jenkinsfile im Git Repository, die die Pipeline definiert, entdeckt Jenkins automatisch alle Branches und validiert Pull Requests. Jenkins wird außerdem den Status der Pipeline direkt an GitHub oder BitBucket für alle Commits, Branches und Pull Requests berichten.

Lesen Sie auch: Jenkins 2.0 bringt Pipeline as Code und mehr Benutzerfreundlichkeit

Personalisiertes Dashboard denkt mit

Das UI-Plug-in bringt auch ein personalisiertes Dashboard mit. Hier kann sich jeder Nutzer eine Übersicht seiner am meisten genutzten oder wichtigsten Pipelines, Branches oder Pull Requests anzeigen lassen. Das Dashboard ist keine einfache Übersicht, sondern hat von den Entwicklern auch eine gewisse Intelligenz mitbekommen. So erkennt das Dashboard Jobs, die die Aufmerksamkeit des Nutzers erfordern, und setzt sie nach oben.

Die hier vorgestellten Features sind noch nicht alle fertig. Die Jenkins-Entwickler stellen aber in Aussicht, dass das Tool in den kommenden Monaten so weit sein soll, dass man es einsetzen kann.

Eine Kurzvorstellung des Tools gibt es auch auf You Tube:

Wie immer sind Entwickler dazu aufgerufen an dem Tool mitzuarbeiten. Es gibt eine spezielle Mailing-List und natürlich einen IRC Channel auf Freenode namens #jenkins-ux.

Aufmacherbild: Blue ocean wave von Shutterstock / Urheberrecht: EpicStockMedia

Geschrieben von
Melanie Feldmann
Melanie Feldmann
Melanie Feldmann ist seit 2015 Redakteurin beim Java Magazin und JAXenter. Sie hat Technikjournalismus an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg studiert. Ihre Themenschwerpunkte sind IoT und Industrie 4.0.
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