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Neue Herausforderungen für App-Entwickler: Ergebnisse des State of Mobility Survey 2015

Thomas Gude

(c) Shutterstock / graphicglobe

Immer mehr Online-Zeit wird an mobilen Endgeräten statt am Desktop-PC verbracht. Zumal die User Apps den mobilen Webseiten vorzuziehen scheinen, sollte das eigentlich für Hochstimmung bei App-Entwickern sorgen. Doch wie sehen diese den aktuellen Stand ihrer Branche wirklich? Darüber gibt jetzt eine Studie Aufschluss.

Für den von Telerik durchgeführten State of Mobility Survey 2015 [1] sind insgesamt 3.000 IT-Professionals nach ihrem Eindruck der gegenwärtigen Lage in der App-Entwicklung befragt worden. Dabei kamen die folgenden Ergebnisse zum Vorschein:

  • Tatsächlich wird gerade die hohe Nachfrage für viele Entwickler zum Problem. Einerseits mangelt es vielen Programmierern an Erfahrung in der App-Entwicklung, was nicht im Handumdrehen aufgeholt werden kann. Andererseits gibt es einige äußere Faktoren, die für Unmut sorgen: der Zeitmangel, der ständige Wechsel von Technologien und Entwicklungspraktiken, die fehlenden Tools zur Multi-Plattformentwicklung.
  • Gefragt nach den Gründen für ihr Engagement im App-Bereich antworten 43 Prozent der Teilnehmer, dass ihnen am meisten an der Verbesserung der operationalen Effizienz liegt. Wichtig sind außerdem Profit- sowie Produktivitätssteigerung, aber auch der Dienst am Kunden. Dementsprechend wird UX bei weitem als wichtigster Faktor für Apps genannt, gefolgt von leichter Entwicklung und Pflege.
  • Multi-Plattformansätze erfreuen sich hoher Beliebtheit. Es wundert daher nicht, dass viele Entwickler für mehrere Plattformen programmieren, am ehesten für Android und iOS. In diesem Zusammenhang steht auch die schon erwähnte Klage über die nicht vorhandenen Tools zur Multiplattformentwicklung.
  • Dort sehen viele Entwickler auch in Zukunft ihr Tätigkeitsfeld, wobei sie sich nicht auf Mobile-Apps beschränken, sondern andere Plattformen – insbesondere Web und Desktop – bearbeiten wollen. Dem neuen Wearables-Markt wird noch wenig Beachtung geschenkt, während das IoT sich großen Interesses erfreuen kann. Dort wird zudem großes Wachstumspotential gesehen.

Der Bericht schließt mit einigen Tipps, die im Wesentlichen die Ergebnisse der Studie widerspiegeln: Es wird empfohlen, sich auf eine Plattform zu fokussieren, was zeit- und kosteneffiziente Entwicklung begünstigen soll. Zudem wird nochmals die Bedeutung einer guten User Experience hervorgehoben. Die Kunden in punkte Bedienungsfreundlichkeit zu begeistern, sei der Schlüssel für die Akzeptanz und Verbreitung einer jeden mobilen Applikation.

Schlussendlich wird eine noch weiter gehende Diversifizierung der Mobile-Technologien vorausgesagt, auf die man sich wird einstellen müssen: Die Fragmentierung der Mobile-Landschaft scheint mit dem Aufwind der Wearables und IoT-Devices nicht abzuebben – im Gegenteil. Gerade dieser Bereich wird von der Studie als das „nächste große Ding“ identifiziert:

According to our recent findings, IoT trumps wearables, such as the Apple Watch, as the “next big thing” in app development.

Aufmacherbild: On line trading signals and mail reports on mobile von Shutterstock / Urheberrecht: graphicglobe

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Thomas Gude
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