Neo4j – Teil 2: „Ich kann dir die Tür zeigen. Hindurchgehen musst du selbst“

Neo4j hands-on

Michael Hunger
© Ingram Image

Willkommen zum zweiten Teil der Tutorial-Serie über Neo4j. In der letzten Ausgabe haben wir allgemein auf das Datenmodell von Graphdatenbanken geschaut und dessen Unterstützung in NoSQL-Graphdatenbanken betrachtet. Wir haben gesehen, welche dieser Ansätze das Leben eines Softwareentwicklers erleichtern, sowie erste Schritte in der Abfragesprache Cypher gemacht. In diesem Teil soll es nun um die konkrete Nutzung von Neo4j gehen.

Wir gehen diesmal die Schritte von der Installation, über einen Überblick über das eingebaute Web-UI bis zur Erzeugung der ersten Daten in der Datenbank. Datenimport und -export sind wichtig bei der Einführung einer neuen Datenbank. Den nächsten Schritt bildet die programmatische Nutzung des Neo4j-Servers. Wir werden uns die direkte Nutzung des transaktionalen Cypher-HTTP-API zu Gemüte führen und kurz auf einige Treiber für den Neo4j-Server zurückgreifen. Eine minimale Web-App zur Interaktion mit der Graphdatenbank inklusive CRUD-Operationen, Empfehlungsmaschine und sogar Visualisierung werden den Abschluss bilden, die wir dann auf Heroku deployen, und das GrapheneDB-Neo4j-Add-on benutzen.

Installation von Neo4j

Neo4j ist recht einfach zu installieren. Zum Entwickeln lädt man sich die aktuelle Version 2.0.0 von [1] herunter. Auf Windows enthält der Download einen Installer und eine Desktopanwendung, die das Management des Servers erlaubt. Für Mac OS und Linux/Unix kann man alternativ entweder auf Homebrew- bzw. Debian-/RPM-Packages zurückgreifen, oder man lädt sich einfach die Serverdistribution herunter und packt sie an geeigneter Stelle aus. Neo4j 2.0 benötigt Java 7. Der Server der Distribution wird mit <pfad/zu/neo/bin>/neo4j start gestartet und mit <pfad/zu/neo>/bin/neo4j stop angehalten. Falls es unerwartete Probleme bei der Installation geben sollte, kann man schnelle Hilfe auf http://stackoverflow.com/ oder über die Neo4j Google Group [2] erhalten.

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Geschrieben von
Michael Hunger
Michael Hunger
Software zu entwickeln, gehört zu Michael Hungers großen Leidenschaften. Der Umgang mit den beteiligten Menschen ist ein besonders wichtiger Aspekt. Zu seinen Interessen gehören außerdem Software Craftsmanship, Programmiersprachen, Domain Specific Languages und Clean Code. Seit Mitte 2010 arbeitet er eng mit Neo Technology zusammen, um deren Graphdatenbank Neo4j noch leichter für Entwickler zugänglich zu machen. Hauptfokus sind dort Integration in Spring (Spring Data Graph Project) und Hosting-Lösungen. Zurzeit hilft er der Neo4j-Community dabei, mit der Graphdatenbank ihre Wünsche wahr werden zu lassen. Michael arbeitet(e) an mehreren Open-Source-Projekten mit, ist Autor, Editor, Buchreviewer und Sprecher bei Konferenzen. Neben seiner Familie betreibt er noch ein Buch- und Kulturcafé (die-buchbar.de) in Dresden, ist Vereinsvorstand des letzten großen deutschen MUDs (mg.mud.de) und hat viel Freude an kreativen Projekten aller Art.
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