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Neo4j 2.2: Schneller und massiv skalierbar

Michael Thomas

© Shutterstock.com/alri

Mit dem Release von Neo4j 2.2 steht den Nutzern nach Aussage der Entwickler die bislang schnellste und am besten skalierbare Version der quelloffenen NoSQL-Graphdatenbank zur Verfügung.

Schneller und Skalierbarer

Durch die Einführung einer fast-write-buffering-Architektur und eines einheitlichen Transaktionsprotokolls soll ein bis 100 mal höherer Schreibdurchsatz erreicht werden. Ein neuer, einfacher zu konfigurierender Seiten-Cache erhöht den Entwicklern zufolge den Lesedurchsatz um das bis zu 10-fache.

Zudem sollen Cypher-Abfragen im Vergleich zu den Vorgängerversionen ab sofort bis zu 100 mal schneller sein. Um dies zu erreichen, steht ein neuer kostenbasierter Query Planner bereit, der eine bessere Planung von Abfragen ermöglichen und diese transparenter machen soll. Neo4j wählt je nach Voreinstellung zudem automatisch aus, ob es den neuen Query Planner oder den bereits früher enthaltenen regelbasierten Compiler nutzt. Ebenfalls neu ist die vollständige Unterstützung der Profilierung von Cypher-Abfrageplänen, wozu auch ein Visualizer im Neo4j-Browser gehört.

Last but not least wurde der Neo4j-Browser einer Generalüberholung unterzogen: So stehen nun zahlreiche neue Optionen für die Betrachtung und Bearbeitung von Daten bereit, wozu u.a. eine neue Graphenlegende, Panning, sowie die Möglichkeit, Cypher-Abfragen abzubrechen, gehören.

Die komplette Liste der Änderungen findet sich wie gehabt in den offiziellen Release Notes.

Allen Neo4j-Nutzern wird nahegelegt, direkt auf Neo4j 2.2.0 zu aktualisieren. Dabei ist anzumerken, dass für ein Upgrade der noch älteren Versionen Neo4j 1.9.x und Neo4j 2.0.x auf Neo4j 2.2 eine Migration zum On-Disk-Store notwendig ist, die nicht rückgängig gemacht werden kann, weshalb die Entwickler empfehlen, eine Backup-Strategie zu fahren.

Über Neo4j

Wer sich eingehender mit Neo4j beschäftigen möchte, dem sei die Java-Magazin-Serie „Neo4j hands-on“ in den Ausgaben 12.2013 und 1.2014 ans Herz gelegt. Darüber hinaus haben wir auf der JAX 2014 mit Neo4J-Entwickler Michael Hunger gesprochen, der im Video u.a. erläutert, worum es in Neo4j 2.0 geht.

 Aufmacherbild: simple graph, which demonstrates one-to-many relation concept von Shutterstock.com / Urheberrecht: alri

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Michael Thomas
Michael Thomas
Michael Thomas studierte Erziehungswissenschaft an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und arbeitet seit 2013 als Freelance-Autor bei JAXenter.de. Kontakt: mthomas[at]sandsmedia.com
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