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Interview mit Jason Weathersby von Actuate über die LocationTech Working Group

Natürliche Weiterentwicklung von BIRT

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© Jason Weathersby

Jason Weathersby ist BIRT-Evangelist bei der Actuate Corporation und Mitglied des Eclipse Business Intelligence and Reporting Tools (BIRT) Project Management Committees (PMC). Jason ist Koautor von zwei BIRT-Fachbüchern und Autor von diversen Artikeln über BIRT-Technologien.

JAXenter: Was hat Actuate dazu veranlasst, der LocationTech Working Group beizutreten?

Jason Weathersby: Da der Mobile-Bereich weiterhin wächst, wird die Analyse und Verwendung ortsabhängiger Daten immer entscheidender. Wir betrachten die Entstehung ortsbasierter Business Intelligence als natürliche Weiterentwicklung BIRT-basierter Produkte [BIRT = Business Intelligence Reporting Tools, Anm. d. Red.]. Als Gründer des BIRT-Projekts nimmt Actuate in der LocationTech Working Group eine ganz besondere Rolle ein. Dadurch können wir Produkte herstellen oder auf die Entstehung von Produkten einwirken, die die Grundlage der nächsten Generation mobiler BI-Anwendungen bilden.

JAXenter: Inwiefern profitiert die LocationTech Working Group von bestehenden BIRT-Tools?

Weathersby: BIRT stellt viele Komponenten zur Visualisierung von Daten zur Verfügung, z. B. Diagramme, Tabellen und Kreuztabellen, die verwendet werden können, um große Datensätze zu analysieren und aggregieren. Es sind Tools, von denen so gut wie jedes Projekt profitieren kann. Außerdem basiert BIRT auf einer Plug-in-ähnlichen Architektur, sodass Komponenten mithilfe wohldefinierter Contracts hinzugefügt werden können. In der BIRT-Community gibt es viele User, die bereits ortsabhängige Komponenten definiert und kreiert haben. Einige davon kann man sich auf www.birt-exchange.com ansehen. Üblicherweise handelt es sich um Kartenanwendungen, die Ortsdaten und Kartenkomponenten wie Google Maps oder OpenLayers verwenden, um aggregierte, ortsabhängige Daten anzuzeigen.

In der BIRT-Community gibt es viele User, die bereits ortsabhängige Komponenten definiert und kreiert haben.

JAXenter: Warum ist Kollaboration zwischen Industriepartnern in der Geoinformationsindustrie entscheidend?

Weathersby: Durch Zusammenarbeit entstehen viel dynamischere Best-of-Breed-Komponenten. Außerdem, und das ist wahrscheinlich wichtiger, werden gemeinsame Standards entwickelt. Dadurch reduziert sich die Entwicklungszeit von Anwendungen, die ortsabhängige Daten und deren Visualisierung verwenden und verbreiten.

JAXenter: Was sind die größten Herausforderungen, die mit einer ansteigenden Menge an Daten von Mobilgeräten einhergehen?

Weathersby: Große Datenvolumina waren schon immer ein Streitpunkt innerhalb von Unternehmen. Durch neue Big-Data-Technologien wird das Speichern und Verarbeiten riesiger Datenmengen ökonomischer. Auch aus diesem Grund wird der Markt ortsbasierter Anwendungen auch weiterhin wachsen und gedeihen.

JAXenter: Was macht die Eclipse Foundation zur geeigneten Schirmherrin für die LocationTech-Initiative?

Weathersby: Die Eclipse Foundation hat eine nachweisliche Erfolgs- und Erfahrungsgeschichte in der Verwaltung großer Projekte, an denen ganz unterschiedliche Firmen und Mitwirkende beteiligt sind. Das umfasst die Lizenzierung, Fehlerverfolgung, die Zusammenarbeit innerhalb der Community und die Verwaltung von Quellcode und intellektuellem Eigentum. Dazu kommt, dass viele der Projekte, die von Eclipse gehostet werden, untereinander Abhängigkeiten haben. Dem wird durch gleichzeitige Milestone Builds Rechnung getragen. Diese Builds finden jedes Jahr häufig und mit guten Ergebnissen statt. Dazu kommt, dass Eclipse sehr geschäftsfreundlich ist.

JAXenter: Welchen Beitrag leistet Actuate zu den initialen Schwerpunkten: Speicherung und Verarbeitung massiver Datenmengen, modellgetriebenes Design, Desktop-, Web- und mobiles Mapping und Echtzeitanalyse businesskritischer Daten?

Weathersby: Wir stehen noch am Anfang unserer Bemühungen, was die Working Group betrifft. Aber wir planen, Beiträge zur Echtzeitdatenanalyse sowie zu Web- und mobilem Mapping zu leisten – höchstwahrscheinlich in Form von BIRT-basierten Komponenten, die ortsbasierte Daten verwenden und anzeigen, sodass User ihre Orts- mit anderen Daten zusammenführen und Unternehmen bessere Geschäftsentscheidungen treffen können.

Die Interviews mit OpenGeo und Actuate wurden in englischer Sprache geführt und von der Redaktion ins Deutsche übersetzt.

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