OpenAI stellt MuseNet vor

Künstliche Intelligenz komponiert Musik: MuseNet von OpenAI

Maika Möbus

© Shutterstock / LightField Studios

Aus dem Hause OpenAI entspringt ein neues Projekt: MuseNet ist ein künstliches neuronales Netzwerk zur Komposition kurzer Musikstücke. Dabei werden verschiedenste Stilrichtungen verbunden. Für kurze Zeit kann MuseNet im Browser interaktiv ausprobiert werden.

OpenAI hat MuseNet vorgestellt, ein künstliches neuronales Netzwerk. Nach einem kurzen Input kann es verschiedene Musikstile, Interpreten und Instrumente zu vierminütigen Musikkompositionen verbinden. OpenAI bietet zeitlich begrenzt die Möglichkeit an, die Funktion interaktiv zu nutzen und damit Musikstücke zu erstellen und zu teilen.

Künstlich erstellte Musik mit MuseNet

Das künstliche Komponieren kann von Interessierten selbst ausprobiert werden. Dafür steht der MuseNet-betriebene Co-Komponist im Browser zur Verfügung, allerdings nur bis zum 12. Mai. Danach wird OpenAI auf Basis von Feedback die weiteren Schritte für MuseNet planen.

MuseNet im Advanced-Modus / Quelle: OpenAI

Standardmäßig wird der einfache Modus angezeigt. Dort werden zuvor generierte und gespeicherte Musikstücke abgespielt. Interessanter dürfte dagegen der Advanced-Modus sein: Wie im Screenshot zu sehen ist, können der Stil, das Intro, die Instrumente und die Anzahl der Tokens (50 bis 400) eingestellt werden. Auf Basis dieser Auswahl wird laut OpenAI ein neues Musikstück erstellt. Als Token wird eine bestimmte Kombination aus Lautstärke, Art des Musikinstruments und anderen Toneigenschaften bezeichnet.

OpenAI: Wer steckt hinter MuseNet?

Das neuronale Netzwerk basiert auf der General-Purpose-Unsupervised-Technologie von GPT-2, einem von OpenAI entwickelten Large-Scale Transformer Model. Es wurde durch seine Fähigkeit bekannt, täuschend echte Texte zu generieren, wir berichteten. Aus diesem Grund wurde es von OpenAI unter Verschluss gehalten, was in der Open-Source-Community Kritik auslöste. Nur das kleinere Modell GPT-2 117M wurde öffentlich zugänglich gemacht. Auch im Rahmen von MuseNet bleibt OpenAI dieser Haltung treu.

MuseNet wurde mit MIDI-Dateien aus unterschiedlichen Quellen mit verschiedenen Musikstilen und Interpreten gefüttert. Lady Gaga, Beethoven, Bollywood und die Harry-Potter-Themenmusik sind Teil dieser bunten Sammlung.

Im Eintrag auf dem OpenAI-Blog finden sich alle weiteren Details und eine Vielzahl an Musikbeispielen, die von MuseNet erzeugt wurden.

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Maika Möbus
Maika Möbus
Maika Möbus ist seit Januar 2019 Redakteurin bei Software & Support Media. Zuvor studierte sie Soziologie an der Goethe-Universität Frankfurt und an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz.
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