Mobile World Congress 2011

. sind nicht für jedermann

Die beiden Geräte haben keine Tastaturen und sind deshalb für professionelle Anwender eher schlecht geeignet. Dies ist nicht weiter verwunderlich, da der Wachstumsmarkt im Mobilbereich bekanntlich das „Smartphonisieren“ von Dumbphone-Usern ist.

Am „unteren Ende“ des Markts tut sich deshalb mehr. Alle Hersteller zeigen extreme Low-End-Geräte – sowohl mit als auch ohne QWERTY-Tastatur. Phones wie das Galaxy Mini verursachen zwar Augenkrebs durch die niedrige Auflösung ihrer WQVGA-Displays – bei OTC-Preisen von 150 Euro werden aber viele User darüber hinwegsehen.

Wer etwas mehr ausgeben will, kann unter Massen von Geräten wählen, in Preisschritten von jeweils rund 50 Euro. Die Hersteller haben ihre „Android-Familien“ durch die Bank komplettiert. Auch zeigen sowohl HTC als auch Motorola QWERTY-Candybars im Format der bekannten BlackBerrys bzw. des Nokia E7xs.

Bewegung im Ozean

Selbst wenn Samsung derzeit kein neues bada-Gerät offeriert, ist die Plattform am Stand sehr präsent. Außerdem gibt’s eine – sehr gut besuchte – Entwicklerkonferenz, auf der Entwickler ihre Programme auf bereitgestellten Wave IIs testen können. Natürlich hat auch der Autor seine Chance wahrgenommen – und das Wave II ein bisschen gequält und konnte dabei sozusagen auf den ersten Blick feststellen, dass es sicherlich eine Weiterentwicklung in der Evolution der Mobilcomputergeschichte darstellt, sich aber – abgesehen von einer besseren Multitasking-Fähigkeit – nicht allzu signifikant vom Wave I unterscheidet.

Unter der Hand wurden sogar Wave-II-Geräte mit bada 2.0 herumgereicht. Ein Kurztest des Autors zeigt auch bei ihnen eine stabile Multitasking-Implementierung ohne Abwärtskompatibilitätsprobleme.

Die neue Betriebssystemversion bringt zweifellos diverse, für Entwickler nützliche Funktionen im Bereich Test und Profiling; bedauerlich ist nur, dass sich Samsung bis dato noch zu keiner definitiven Aussage über ein Upgrade für das hardwaretechnisch mit dem Wave II identischen GT-8500 entschließen kann.

HP schlägt zurück

In den letzten Jahren zeigte HP eher wenig. Dafür ist HP nun der einzige Hersteller, der ein Nicht-Android-Gerät ankündigt. Der Pre 3 bringt zweifellos evolutionäre Verbesserungen: einen etwas größeren Bildschirm (statt 3.1″ 3.8″ mit nun 800 x 480 Pixeln) und einen etwas schnelleren Prozessor. Der Pre 3 wird zwar mit webOS 2.0 ausgeliefert, soll jedoch, wie sein Vorgänger, der Pre 2, im Laufe der Zeit ein webOS-3.0-Upgrade bekommen.

Bei Veer dürften wir es mit einem entfernten Nachkommen des legendären Erfolgs-Smartphones Palm Centro zu tun haben. Das nur 2,57 Zoll kleine Touch-Screen-Display lässt freilich nur eine geringe Auflösung von 320 x 400 Pixel zu. Aber die von allen anderen webOS-Geräten bekannte QWERTY-Tastatur ist natürlich auch hier mit von der Partie.

Das bereits seit Langem angekündigte TouchPad durfte in der katalanischen Fußballstadt ebenfalls einen öffentlichen Auftritt hinlegen. Das – sehr durchdacht wirkende – Biest schlägt sich zwar wacker, verblasst aber gegenüber den Android-Tablets, insbesondere im Gegensatz zu deren machtvollen Widget-Oberflächen.

HP TouchPad (Bild: Tam Hanna)

Man muss kein Hellseher sein, um zu prognostizieren, dass die Early Adopters von webOS bald zum Hardware-Update gezwungen sein werden. Dank der enorm gestiegenen Speicheranforderungen von webOS 3.0 wird es nämlich für alle mit 256 MB ausgerüsteten Geräte kein webOS-3.0-Update geben können. Angeblich wird allerdings eine Art Austauschprogramm stattfinden. Die Mitarbeiter am Messestand wollten sich diesbezüglich aber nicht genau festlegen.

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