Mit EMP die Divergenzen in der Eclipse-Modeling-Landschaft eliminieren - JAXenter
Interview mit Stephan Eberle

Mit EMP die Divergenzen in der Eclipse-Modeling-Landschaft eliminieren

Auf dem Eclipse Summit Europe sprach Jonas Helming mit Stephan Eberle, Co-Leader des Eclipse-Modeling-Projektes Sphinx, über die neuen Trends in der Eclipse Modeling Platform.

Jonas Helming: Die Eclipse Modeling Platform (EMP) sorgt für Aufsehen, Begeisterung, aber auch für offene Fragen. Was ist die Eclipse Modeling Platform und wo kann man sich kompakt über die Mission und Ziele der EMP informieren?

Stephan Eberle: Die Eclipse Modeling Platform ist eine Softwareplattform für den Industrieeinsatz, die die Entwicklung und Zusammenstellung umfangreicher modellgetriebenener Werkzeugketten ermöglichen wird. Sie stützt sich auf bestehende Eclipse-Modeling-Projekte ab, strebt jedoch eine wesentlich bessere Integration, Qualität, Skalierbarkeit und Benutzbarkeit an. Weitere Informationen hierzu findet man auf der Eclipse Modeling Platform Wiki: http://wiki.eclipse.org/ModelingPlatform

JH: EMP definiert die Anforderungen der Industrie an Eclipse Modelling. Im aktuellen Eco-System entstehen Lösungen meist Bottom-Up. Wie geht EMP mit diesem Gegensatz um?

SE: Dieser Bottom-Up Ansatz hat zu einer enormen Fragmentierung und Redundanz innerhalb der Eclipse-Modeling-Landschaft geführt. Dadurch ist es für Anwender heute sehr schwer zu überblicken, welche von mehreren alternativen Komponenten für ihren Anwendungsfall am besten geeignet ist. Außerdem müssen sie einen hohen Aufwand investieren, um die letztendlich benötigten Komponenten in zufriedenstellender Weise in ihre Anwendung zu integrieren.

In der Eclipse Modeling Platform geht es daher nicht nur darum, fehlende Funktionalität für modellgetriebende Werkzeuge bereitzustellen, sondern auch eine Architektur zu definieren, die einen gemeinsamen Rahmen für die vielen verschiedenen und redundanten Modeling-Komponenten vorgibt. In dieser Architektur sollen quasi „auf neutralem Boden“ die wichtigsten Services (Interfaces) definiert werden, die für den Anwender, d.h. den Entwickler von modellgetriebenen Werkzeugen, wichtig sind. Anschließend können in den existierenden Modeling-Komponenten dazu passende Implementierungen dieser Services entwickelt werden.

JH: Die Anforderungen an die Platform sind sehr umfangreich, auf welchen Zeithorizont ist EMP ausgelegt?

SE: EMP versteht sich als eine langfristige und nachhaltige Initiative. Der konkrete Fortschritt erfolgt in gewohnter Eclipse-Manier, d.h. auf iterativer Basis. Gerade ist der Vorschlag für eine erste mögliche Iteration in 2011 fertiggestellt worden. Er umfasst eine Beschreibung der von den Anwendern am dringendsten benötigten Funktionalitäten sowie eine Roadmap inkl. vorläufiger Teamplanung.

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