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Minimalistisch modular: Spring Plug-in 0.8.0

Hartmut Schlosser

Modular kann man auf viele Arten und Weisen programmieren. Entweder nutzt man ein voll ausgeprägtes Modul-System wie OSGi mit dynamischem Klassenlade-Mechanismus, Runtime-Installation und Plug-in-Deployment. Oder man verfolgt einen bescheidereren Ansatz und entwickelt mit leichtgewichtigeren Tools – wie das Spring-Plug-in von SpringSource, dessen Version 0.8.0 soeben freigegeben wurde.

Mit dem Slogan „Das kleinste Plug-in-System aller Zeiten“ machen die Spring-Entwickler darauf aufmerksam, dass man hier einen minimalistischen Ansatz verfolgt. Das Plug-in will lediglich die Kern-Funktionalität für das Erweitern eines Basissystems um Plug-ins bereit stellen. Das ganze geschieht, wie der Name verrät, in dichter Anlehnung an das Spring-Komponenten-Modell.

Der Spring-Core-Container wird durch das Plug-in um modulare Funktionalitäten erweitert. Das passiert durch die Implementierung eines Plugin-Interfaces, das in einem JAR File gebundelt und im Classpath angegeben wird. Das Spring-Plug-in ist zwar theoretisch auch außerhalb des Spring-Kontexts verwendbar, stellt seine Nützlichkeit aber vor allem im Zusammenspiel mit Spring-Anwendungen unter Beweis.

Neu in der Version 0.8.0 ist vor allem die Unterstützung für eine Java-basierte Konfiguration. So kann eine PluginRegistry sehr einfach über die @EnablePluginRepositories-Annotation erzeugt werden. Dokumentiert ist das ganze unter https://github.com/SpringSource/spring-plugin#configuration-xml-namespace-and-enablepluginregistries.

Das Spring-Plug-in steht Open Source auf GitHub bereit. Dort finden sich auch Dokumentation und Code-Beispiele, die den Einsatz des Plug-ins demonstrieren.

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Hartmut Schlosser
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