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Minikube – Eine Kubernetes-Distribution für Heimwerker

Dominik Mohilo

© Shutterstock / Zelenov Yurii

Muss es immer gleich ein ganzer Server oder die Cloud sein, wenn man einen Kubernetes Cluster aufsetzen will? Gerade für private Projekte lautet die Antwort sicher „nein“. Mit Minikube kann man auf große Infrastrukturen verzichten und einfach lokale K8s Cluster aufsetzen.

„Zuhause codet es sich am schönsten“ – unter diesem oder einem ähnlichen Motto könnte die Kubernetes-Distribution Minikube stehen. Ob für private oder einfach nur kleine Projekte bietet Minikube die Möglichkeit, aufgesetzt auf einem einzelnen Rechner, einen Cluster mit nur einem Knotenpunkt zu deployen. So kann der Software-Heimwerker einen einfachen Kubernetes Cluster auf dem Localhost laufen lassen, Server oder Cloud werden hingegen nicht benötigt.

Bei Minikube kommt standardmäßig VirtualBox als VM-Laufzeit zum Einsatz, eine Cross-Plattform-Lösung, durch die die Nutzung über Linux hinaus (etwa auf Windows oder macOS) problemlos möglich ist. Allerdings kann man den kleinen Bruder von Kubernetes – dank einer recht guten Erweiterbarkeit – auch außerhalb der VirtualBox nutzen.

Die Architektur von Minikube / Quelle: kubernetes.io

Das klingt alles sehr eingeschränkt, allerdings stellt Minikube insgesamt ziemlich viele Features zur Verfügung, die auch im Standard-Kubernetes vorhanden sind, etwas rollenbasierte Zugriffskontrolle, einen LoadBalancer (minikube tunnel), Dashboards, Multi-Cluster und mehr. Außerdem Gibt es einen Marktplatz für Add-ons, GPU-Support, falls man sich im Bereich Machine Learning engagieren mag und eine automatische Fehleranalyse.

Das Projekt Minikube wird zudem – wie Kubernetes auch – von der starken Community vorangetrieben, 813 Contributer waren es zur vor Kurzem veröffentlichten Version 1.0 der K8s-Distribution.

Minikube 1.0: Das ist neu

Das wichtigste Feature des ersten Major Releases ist sicher die Umstellung auf die aktuelle Version von Kubernetes, also Kubernetes 1.14, das ebenfalls vor wenigen Tagen erschienen ist. Auch der Add-on-Manager wurde in dem Zusammenhang aktualisiert, damit er kompatibel bleibt.

Wer sich bei der Verwendung von Minikube schon immer darüber geärgert hat, nicht über eine Flag einen anderen Mirror für Repositorys auswählen zu können, wird sich über das erste Major Release freuen: via --image-repository ist dies nämlich endlich möglich. Neu ist auch ein Lösungskatalog, den man befragen kann, wenn man auf bekannte Probleme stößt.

Nutzer von rkt werden mit Minikube 1.0 hingegen nicht mehr arbeiten können, da die letzten Reste (rktlet) entfernt wurden. Bereits in Kubernetes 1.9 wurde die rkt-Komponente entfernt, nachdem sie in Version 1.3 erstmals Teil der Plattform war. Anders Björklund sprach davon, dass auch rktlet eher veraltet sei, was für ihn dafür sprach, dass rkt sich keiner besonders großen Beliebtheit erfreut. Mit dem ersten Major Release wurde daraufhin rkt komplett entfernt.

Weitere Informationen zu Minikube gibt es einerseits auf GitHub, dort sind auch die Release Notes zu Version 1.0 verfügbar.

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Dominik Mohilo
Dominik Mohilo
Dominik Mohilo studierte Germanistik und Soziologie an der Goethe-Universität in Frankfurt. Seit 2015 ist er Redakteur bei S&S-Media.
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