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Milestone 2 für Neo4j 1.9

Hartmut Schlosser

Die NoSQL-Datenbank Neo4j liegt in einer aktualisierten Fassung vor. Das Release Neo4j 1.9 M02 wartet vor allem mit einem überarbeiteten Core auf. So verrichtet die Query-Sprache Cypher ihren Dienst jetzt schneller und mit weniger Speicherbelastung. Auch die Lazy-Ausführung von Queries ist wieder auf den neuesten Stand gebracht worden. Als Resultat sollen theoretisch unendlich große Ergebnis-Sets ausgeführt werden können, ohne dass der Speicher ausgeht.

Als weitere Neuerung kann das sogenannte „High Availability Cluster“ von einem existierenden Zookeeper-basierten Setup auf die neue Paxos-basierte Infrastruktur migriert werden. Um die Sicherheit zu erhöhen, wurden die JavaScript Traversals, die über das Server REST API ausgeführt werden, gesandboxt. Finetuning am Kernel soll zudem der allgemeinen Neo4j Performance zugute kommen. Über das neue Feature OrderByTypeExpander lassen sich die Reihenfolgen von Relationship-Types und Directions während Suchläufen erhalten.

Das Release Neo4j 1.9 M02 steht ab sofort auf der Projektseite bereit. Zur Einführung ins Thema sei der Artikel „NoSQL: Wie moderne Datenbanken arbeiten“ von Kai Spichale und Eberhard Wolff empfohlen.

Das Fazit der Autoren lautet:

NoSQL ist nicht nur eine Technologie, sondern ein ganzer Strauß von Technologien. Neben der Skalierung auf großen Datenmengen geht es vor allem auch um die Unterstützung von semi-strukturierten Daten. Ein Softwarearchitekt sollte sich mit den Konzepten dieser Datenbanken auskennen, um in den jeweiligen Szenarien die richtige Technologie auszuwählen.

Geschrieben von
Hartmut Schlosser
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