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Außerdem: Smarte Fahrzeuge mit Sicherheitslücken

Inside IoT: Microsoft stellt Tools zum Training von Drohnen vor & Zugriff auf den Raspberry Pi via VNC

Mascha Schnellbacher

© Shutterstock.com / Prath

Die Highlights aus dem IoT-Universum: Microsoft stellt Tools zum Training von Drohnen & Robotern vor, via VNC erhält man von überall Zugriff auf den Raspberry Pi und smarte Fahrzeuge weisen erhebliche Sicherheitslücken auf. Außerdem starten Bosch & IBM eine Kooperation für IoT und Industrie 4.0, Visa und IBM planen die Revolution des mobilen Bezahlens und Microsoft stellt seine IoT Starter Kits für Azure vor.

Auch in dieser Woche gibt es wieder spannende Entwicklungen im Internet of Things zu beobachten. Die wichtigsten News und Stories sind hier zusammengefasst.

Microsoft stellt Tools zum Training von Drohnen & Robotern vor

Microsofts Forschungsabteilung hat die Aerial Informatics and Robotics Platform angekündigt, die ab sofort Open Source zur Verfügung steht. Mit den angebotenen Tools können Entwickler zum Beispiel Drohnen, Roboter und autonome Fahrzeuge testen und trainieren. Die Beta-Version findet sich auf GitHub.

Weiterer Bestandteil des Projekts ist Software, die das Schreiben von Programmen zur Kontrolle autonomer Vehikel ermöglicht. Als zusätzliche Komponente umfasst die Plattform einen Simulator, mit dem sich Daten für das Training von mit Künstlicher Intelligenz ausgestatteten Systemen sammeln und Geräte in einer virtuellen Welt testen lassen.

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Der Simulator soll auch kleine Details wie Schatten und Reflektionen darstellen können, die bei der Nutzung von Computer-Vision-Algorithmen einen großen Unterschied bedeuten. Gerade weil der Simulator realistische Bedingungen bietet, aber nicht in realen Umgebungen arbeitet, lassen sich mit ihm sichere, verlässliche und preiswerte Testumgebungen für autonome Systeme aufbauen, so Microsoft.

Zugriff auf den Raspi via VNC

Wäre es nicht schön, wenn man von überall direkten Zugriff auf seinen Raspberry Pi hätte? Seit September 2016 muss das kein frommer Wunsch mehr bleiben: Jede Raspi-Version ist seitdem mit VNC ausgestattet – diese Technologie ermöglicht den Zugriff von einem anderen Computer aus. Und jetzt kommt es noch besser: Mit VNC Connect sind nicht nur direkte Verbindungen im eigenen Netzwerk möglich, sondern wirklich von jedem Netzwerk aus. Das Ganze läuft über die Cloud und soll damit nicht nur sicher, sondern auch einfach zu bedienen sein. Ausführliche Infos zu VNC Connect gibt’s im Raspberry-Pi-Blog.

Übrigens findet am 4. und 5. März das Raspberry Pi Big Birthday Weekend statt, das mit spannenden Vorträgen und Workshops rund um den Raspi aufwartet. Wer noch nichts vor und Lust auf einen Trip nach Cambridge hat, kann sich für fünf Pfund pro Tag ein Ticket kaufen (Kinder unter 16 zahlen nichts).

Smarte Fahrzeuge mit Sicherheitslücken

Es war lange Zeit verdächtig ruhig um Connected Cars. Doch jetzt haben Sicherheitsforscher von Kaspersky mehrere Android-Apps für smarte Autos getestet und sind dabei auf gravierende Sicherheitslücken gestoßen. Durch die vorhandenen Schwachstellen können Dritte nicht nur Daten stehlen, sondern sich auch Zugang zum fremden Fahrzeug verschaffen und es sogar entwenden.

Dafür wird zwar ein passender Schlüssel benötigt, doch der ist digital leider recht schnell erstellt. Mithilfe der Apps lassen sich nämlich die On-Board-Daten manipulieren, wodurch Hacker ihren eigenen Schlüssel verwenden können, um das Auto zu entsperren. Bei allen sieben getesteten Apps war ein Öffnen der Autotüren möglich, bei sechs erfolgte sogar ein Starten des Motors. Da keine der Apps eine Integritätsprüfung oder einen Root-Check durchführt, ist der Datenklau besonders leicht. Demnach handelt es sich vielmehr um Nachlässigkeit seitens der Hersteller als um tatsächliche Security-Bugs:

Why don’t connected car application developers care about security as much as the developers of banking applications? They’re also controlling very valuable things for the user, but they’re not thinking about security mechanisms.

Bosch und IBM starten Kooperation für IoT und Industrie 4.0

IBM und Bosch haben ihre Zusammenarbeit im Bereich des Internet of Things und der Industrie 4.0 angekündigt. Ziel der Partnerschaft ist es, Kunden Software-basierte Services der Bosch IoT Suite über die auf offenen Standards basierenden Plattformen IBM Bluemix und IBM Watson IoT Platform zur Verfügung zu stellen. Bosch führt dazu den „Bosch IoT Rollouts“-Service für professionelles Gerätemanagement und Cloud-basierte Software-Updates auf Bluemix und Watson ein. Kunden beider Unternehmen haben damit über die IBM Cloud Zugriff auf „Bosch IoT Rollouts“ und profitieren gleichzeitig von Skalierbarkeit, Flexibilität, Datenschutz und Sicherheit.

Visa und IBM planen Revolution des mobilen Bezahlens

Mobiles und/oder kontaktloses Bezahlen ist ja bislang noch nicht wirklich der Renner. Doch jetzt haben sich Visa und IBM zusammengeschlossen, das Einkaufserlebnis zu revolutionieren. In Zukunft sollen das Einkaufen und Bezahlen mit einer Vielzahl an vernetzten Geräten funktionieren, beispielsweise per Smartwatch, Auto oder Kühlschrank. So könnte dann etwa ein Turnschuh seinem Besitzer signalisieren, dass es Zeit für ein neues Modell ist und dieses dann auch gleich bezahlen oder das Auto an der Tankstelle direkt die Tankfüllung zahlen. Dafür soll dann der Visa Token Service über IBMs Watsons IoT Platform zum Einsatz kommen.

IoT Starter Kits für Azure

Microsoft hat mit einer Reihe an Herstellern zusammengearbeitet, um Starter Kits für die Arbeit mit dem Internet of Things und Azure bereitzustellen. Dabei handelt es sich um Kits, die ein Hardware-Board, Breadboard, Konnektoren und Sensoren enthalten. Das jeweils enthaltene Board unterstützt Windows 10 IoT Core. Starter Kits sind beispielsweise mit Raspberry Pi 3, Arduino und Intel Edison erhältlich.

Geschrieben von
Mascha Schnellbacher
Mascha Schnellbacher
Mascha Schnellbacher studierte Buchwissenschaft und Deutsche Philologie an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Seit Juni 2015 arbeitet sie als Redakteurin in der Redaktion des Entwickler Magazins bei Software & Support Media. Zuvor war sie als Lektorin in einem Verlag sowie als freie Editorin tätig.
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