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Kong Gateway 2.0: API Gateway für Microservices im Hybrid Mode

Katharina Degenmann

© Shutterstock/bimserd

Kong Gateway, das Open-Source-Mircoservice-Gateway zur Verwaltung von RESTful APIs, ist in Version 2.0 erschienen. Das wohl größte Feature ist ein neuer Hybrid Mode, um zwischen Rechenzentrum und Cloud zu switchen.

Bereits in der vergangenen Woche haben wir über erste Features des Milestone-Release von Kong Gateway gesprochen, nun ist es erschienen. Das Highlight des Milestone-Releases ist ein neuer Hybrid Mode.

Kong Gateway stellt sich vor

Kong Gateaway ist ein Microservices API Gateway, das die Kommunikation zwischen Clients und Microservices über ein API sicher verwaltet. Unter anderem ist es als API-Gateway, API-Middleware oder in einigen Fällen auch als Service Mesh bekannt. Seit 2015 ist Kong als Open-Source-Projekt verfügbar.

Quelle: GitHub

Kong richtet sich vor allem an Unternehmen, die Tausende von APIs rund um die Uhr betreiben. Insgesamt setzt sich Kong aus fünf Elementen zusammen: NGINX, OpenResty, Datastore, Plug-ins und einem RESTful Admin API. Mithilfe des RESTful APIs kann der Anwender sein System bedienen und konfigurieren. Dabei gehört es zu den rar gesäten API Gateways, die vollkommen plattformunabhängig sind. Nun wurde Kong Gateway 2.0 in die freie Wildbahn entlassen.

Kong Gateway 2.0: Das sind die Features

Das Highlight von Version 2.0 ist sicherlich der neu eingeführte Hybrid-Mode. Dieser Modus sorgt für eine Trennung zwischen der Daten- und Kontrollansicht und eröffnet Nutzern die Möglichkeit, zwischen dem Rechenzentrum und der Cloud hin und her zu switchen, da die Control Plane im Rechenzentrum und die Data Plane in der Cloud liegt.

Quelle: Kong-Blog

Da die Control Plane den gesamten Cluster steuert und die Konfigurationen an die Data Plane weiterleitet, stellen Data Plane-Knoten keine Verbindung zur Datenbank her. Insgesamt soll durch den hybriden Einsatz vor allem die Sicherheit und Kosten verbessert werden.

Plug-in Development Kit für Go

Ein weiteres neues Features ist ein Plug-in Development Kit (PDK). Das PDK wurde eingeführt, um Benutzern beim Schreiben von Plug-ins eine andere Sprache als Lua anbieten zu können. Die Wahl fiel auf Go, da es wohl zum einen die Grundlage für zahlreiche Container-Projekte wie Docker und Kubernetes ist und zum anderen in Verbindung mit Microservices ziemlich beliebt scheint.

ACME, Prometheus und Kubernetes

Neben den oben beschriebenen Features führt Kong Gateway 2.0 die End-to-End-HTTPS-Verschlüsselung ein. Hierfür kommt Automatic Certificate Management Environment (ACME) v2 zum Einsatz. Überdies wurde Let’s Encrypt eingeführt.

Ebenso wurde am Prometheus-Plug-in geschraubt, das nun zweimal schneller laufen soll und auch Kubernetes 0.7 sei nun mit Kong kompatibel.

Alle Informationen zum Open-Source zur Verfügung stehenden Kong Gateway 2.0 finden sich in den Release Notes.

Geschrieben von
Katharina Degenmann
Katharina Degenmann
Katharina ist hauptberuflich hilfsbereite Online- und Print-Redakteurin sowie Bücher- und Filme-Junkie. Nebenbei ist sie Möchtegern-Schriftstellerin, die heimlich hofft, eines Tages ihr Geld als Kaffee-Testerin zu verdienen. Von Februar 2018 bis Februar 2020 hat sie als Redakteurin bei der Software & Support Media GmbH gearbeitet, davor hat sie Politikwissenschaft und Philosophie studiert.
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„..um zwischen Recherchezentrum und Cloud…“ lang lebe die Autokorrektur 😉