One Tool to rule them all?!

Microclimate – Die Entwicklungsumgebung im Container

Dominik Mohilo

© Shutterstock / Milles Studio

Wer öfter mit dem Spruch „Works on my machine“ um sich wirft, für den könnte sich Microclimate lohnen. Das Tool von IBM verlagert die komplette Entwicklungsumgebung in Docker-Container und ist allein deshalb schon prädestiniert für Microservices. Das funktioniert sowohl lokal als auch in der Cloud.

Moderne Anwendungen bestehen heutzutage oftmals aus unterschiedlichen Services (aka. Microservices). Diese Microservices sind nicht selten in unterschiedlichen Sprachen geschrieben, was den Einsatz von speziellen Entwicklungstools für eine spezifische Sprache eher mühselig macht. Entwicklungsumgebungen (IDEs) helfen dabei, komplexere Anwendungen und Projekte sinnvoll anzugehen. Das Problem: Oft ist es schwierig und aufwendig, Anwendungen dann für den Einsatz in der Produktionsumgebung fit zu machen, oder zuvor entsprechend zu testen.

Microclimate geht hier einen anderen Weg und verlegt die komplette Entwicklung in leichtgewichtige Docker-Container. Diese können natürlich auch via Kubernetes verwaltet werden, während sie lokal auf dem eigenen Rechner laufen. Aber natürlich kann das Ganze auch in die Cloud ausgelagert werden.

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Microclimate: Die Features

Mit Microclimate bietet IBM ein Tool für das Erschaffen Cloud-nativer Microservices-Anwendungen an. Natürlich fühlt sich die Entwicklungsumgebung vor allem auf der IBM Cloud wohl, doch die Nutzung von Kubernetes macht eine Migration in die Cloud-Welten aller großen Anbieter problemlos möglich. Kubernetes bietet darüber hinaus die Option, die Vorteile des sogenannten Cluster Computings zu nutzen. Ein weiterer Vorteil ist das nativ implementierte Logging, das für viele sicher hilfreich ist.

Technisch setzt Microclimate auf die Theia IDE, allerdings in einer etwas modifizierten Fassung. So hat man Seitens IBM die Language Server via Language Server Protocol verfügbar gemacht und eine hauseigene XML-Sprachunterstützung implementiert. Wer lieber mit anderen IDEs, etwa Eclipse, Visual Studio Code, Orion oder Atom arbeitet, kann dies natürlich auch tun.

Wie schon viele IDEs und Entwicklungstools vor Microclimate, schreibt sich IBMs Helferlein „polyglott“ auf die Fahnen: So soll es möglich sein, umfangreiche und komplexe Microservices-Architekturen, zum Beispiel bestehend aus einem Node.js Frontend, einer Java-Geschäftslogik und einem mobilen Swift Frontend, zu einer großen Anwendung zusammenzufassen. Diese Teil-Anwendungen werden von Microclimate dann innerhalb eines User Interfaces einheitlich repräsentiert.

Eine umfangreiche Einführung in das Tool gibt es, geschrieben von Jonathan West (Hybrid Cloud Tools Software Developer bei IBM Canada) auf Medium. Herunterladen kann man das Tool auf der Homepage des Projektes und die Quellcodes liegen auf GitHub.

Geschrieben von
Dominik Mohilo
Dominik Mohilo
Dominik Mohilo studierte Germanistik und Soziologie an der Goethe-Universität in Frankfurt. Seit 2015 ist er Redakteur bei S&S-Media.
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