Meta-Tool für eingebettete Systeme: Projekt Kitalpha betritt die Eclipse-Bühne

Redaktion JAXenter

Zuwachs für die PolarSys-Projektfamilie bei Eclipse: Das neu vorgeschlagene Embedded-Projekt Kitalpha zielt darauf ab, Softwareingenieuren eine Entwicklungs- und Laufzeitumgebung für die Modellierung von eingebetteten Systemen an die Hand zu geben. Diese wird den Architekturstandard ISO/IEC 42010 implementieren und die Entwicklung von MBE-(Model-based Engineering-)Workbenches zur Definition von Anforderungen an eingebettete Systeme ermöglichen.

Ein entscheidender Vorteil einer solchen Architektur-Workbench ist die klare Trennung von Anforderungen an das System (separation of concerns) durch Darstellungserweiterungen, so genannte Viewpoints. Die Kitalpha-Modellierungsumgebung, mithilfe verschiedener domänenspezifischer Sprachen (DSLs) entwickelt, ermöglicht es, individuelle Viewpoints ohne Code zu erstellen und an die jeweiligen Anforderungen anzupassen. Zur textuellen Definition von Architekturframeworks und Viewpoints wird das DSL-Framework Xtext verwendet. Auch Sirius-Komponenten kommen zum Einsatz. 

Einen Architekturüberblick über das „Meta-Tool“ gibt das folgende Diagramm:

Bild: http://eclipse.org/proposals/polarsys.kitalpha/

Ziel des Top-Level-Projekts PolarSys ist es, gemeinsam Werkzeuge für eingebettete Systeme in unterschiedlichen Industriezweigen zu entwickeln. Derzeit zählt die Initiative 13 Mitglieder, darunter die Unternehmen Airbus, Thales und Obeo. Vergangenen Oktober veröffentlichten die Mitwirkenden Version 0.7 ihrer PolarSys-Entwicklungsumgebung.

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