Maven 3.1.0 nicht mehr abwärtskompatibel

Hartmut Schlosser

Maven 3.1.0 ist da. Das populäre Buildtool hat nach etlichen Entwickler-Releases und Alphas den Startschuss für die allgemeine Verfügbarkeit gegeben, was bedeutet, dass Maven 3.1.0 ab sofort für produktive Einsatz-Szenarien empfohlen ist.

Neuheiten findet man vor allem dann, wenn man unter die Haube blickt. So wurde im Maven-Kern erstmals der JSR 330 (Dependency Injection for Java) für Erweiterungen und Maven-Plug-ins verwendet. Maven hatte lange Zeit einen nicht-standardisierten Dependency-Injection-Mechanismus auf der Basis von Plexus genutzt. Maven 3.1.0 ändert dies durch eine Guice-basierte Lösung, die direkt den JSR 330 unterstützt.

Weiter kommt in Maven 3.1.0 nun das Logging-Projekt SLF4J zum Einsatz. Wie schon bei der Dependency Injection hat man sich hier von Plexus verabschiedet und nutzt mit SLF4J ein weit verbreitetes System, das man als De-Facto-Standard bezeichnen könnte.

Neben zahlreichen Bugfixes ist noch der Umschwung von Sonatype Aether auf Eclipse Arther erwähnenswert. Die bei Sonatype entwickelte Library für die Arbeit mit Artefakt-Repositorys war bereits 2011 als offizielles Eclipse-Projekt vorgeschlagen worden und erhält jetzt den Vorzug vor der Sonatype-Variante, die als solche nicht mehr weiterentwickelt wird.

Maven 3.1.0 steht als Apache-Projekt kostenlos und quelloffen zum Download bereit. Wer aktualisieren möchte, sollte  allerdings die Warnung von Sonatype zur Kenntnis nehmen, dass der Wechsel zu Eclipse Aether Inkompatibilitäten zu früheren Maven-Versionen nach sich zieht. Insbesondere sind Maven Tycho, das Android Maven Plug-in und das NetBeans-Modul-Plug-in betroffen. Die Entwickler dieser Plug-ins arbeiten derzeit an aktuellen Versionen, sodass sich an dieser Stelle noch etwas Geduld lohnen könnte.

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Hartmut Schlosser
Hartmut Schlosser
Hartmut Schlosser ist Redakteur und Online-Koordinator bei Software & Support Media. Seine Spezialgebiete liegen bei Java-Enterprise-Technologien, JavaFX, Eclipse und DevOps. Vor seiner Tätigkeit bei S & S Media studierte er Musik, Informatik, französische Philologie und Ethnologie.
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