Maven 3.0 ist fertig!

Hartmut Schlosser

Nach monatelangem Warten ist es endlich soweit: Sonatype hat die dritte Major-Version des Buildsystems Maven freigegeben. Maven 3 ist da!

Maven 3.0 soll eine rückwärtskompatible Neuauflage des Buildmanagement-Systems Maven 2.x darstellen, die über ein einfacheres Programmier-Modell und ein komplett neu implementiertes System zur Auflösung von Artefakten verfügt. Intern wurde das Software-Framework Plexus durch Google Guice als IoC Container ersetzt. Durch die Integration des Projekts Polyglot Maven ist es möglich, Build-Konfigurationen nicht nur in XML sondern auch mittels anderer Sprachen wie Groovy, Scala, Clojure oder Ruby durchzuführen.

Nachdem die Arbeiten an Maven 3 nun abgeschlossen sind, will sich das Entwickler-Team verstärkt um Schwesterprojekte wie Tycho, M2Eclipse, Maven Shell, Polyglot Maven und Hudson kümmern, wie Sonatype-Gründer Jason van Zyl in seinem Blog ankündigt. Bei der OSGi-Toolchain Maven Tycho gelte es noch, die Eclipse IP-Prozesse zu klären. Für das Maven-Eclipse-Integrationsprojekt M2Eclipse stehen die Arbeiten am ersten Major-Release an. Wie Tycho soll auch M2Eclipse unter das Dach der Eclipse Foundation geführt werden und Teil des Eclipse-Indigo-Release-Trains werden. Eclipse Indigo soll somit die erste Eclipse-Distribution sein, die mit integrierter Maven-Unterstützung ausgeliefert wird.

Jason van Zyl im Gespräch mit JAXenter:

Unser Ziel ist es, dass Maven 3.0 in den meisten Fällen als einfaches Drop-in-Replacement für Maven 2.x funktionieren wird. Wir haben lange Zeit an der Rückwärtskompatibilität gearbeitet und gleichzeitig einen großen Teil der internen Strukturen von Maven neu implementiert. Jason van Zyl

Maven 3.0 steht auf der Apache-Maven-Seite zum Download bereit. Details über alle Änderungen finden sich in den Release Notes. Die neuen Features von Maven 3 beschreibt Jason van Zyl auch in einem Interview mit JAXenter-Redakteurin Claudia Fröhling von der JAX 2010.

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Hartmut Schlosser
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