Martin Odersky über Scala und gute Programmierer

Hartmut Schlosser

Wie denkt Scala-Erfinder Martin Odersky über den Reifegrad seiner Sprachkreation? Momentan ziele Scala nicht auf den durchschnittlichen Java-Programmierer ab, so wird Odersky im Artima Developer Spotlight Forum zitiert. Derzeitiges Ziel von Scala sei es, die Experten unter den Programmierern produktiver zu machen – die „guten Programmierer“.

Scala at the moment doesn’t need to be a language for the average Java programmer. The programmers we want to appeal to are the expert programmers-the good programmers. Martin Odersky

Was Odersky hier zum Ausdruck bringt, ist nicht etwa eine elitäre Haltung einer Scala-Avantgarde dem Rest der Welt gegenüber, sondern ein bestimmtes Stadium im Lebenszyklus einer Sprache. Zum jetzigen Zeitpunkt sei Scala für Programmierer interessant, die bereit seien, die eigenen Grenzen zu überschreiten. In dieser frühen Adoptionsphase entstehe momentan Lehrmaterial und ein Tooling, das Scala in der Folge auch für den Mainstream – den durchschnittlichen Java-Programmierer – genießbar mache.

At the present point of adoption [Scala] appeals mostly to good Java programmers, because those programmers realize that they get clear productivity advantages with Scala. That’s OK. Over time, others will follow. Martin Odersky

Geeignet sei Scala indes jetzt schon für jede Art der Programmierung – und insbesondere für angehende Entwickler, die noch den nötigen Grad an Offenheit mitbringen, sei Scala eine gute Wahl beim Erlernen des Programmierhandwerks.

An important trait of being a good programmer is the willingness to learn and push the boundaries of what can be done well. That’s also why Scala is quite suitable for new programmers, including children and students. Martin Odersky

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Hartmut Schlosser
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