Martin Odersky über die Komplexität von Scala

Hartmut Schlosser

In einem Interview von der GOTO-Konferenz 2010 äußert sich Scala-Erfinder Martin Odersky zu der immer wieder ins Feld geführten vermeintlichen Komplexität von Scala.

Komplexität, so Odersky, sei zunächst einmal eine schwierig zu messende Größe. Gemäß vieler objektiver Messmethoden verfüge Scala über weniger Features und eine kleinere Grammatik als beispielsweise C, C++ und auch Java.

Richtig sei allerdings, dass Scala viele fundamentale Konzepte integriere – von Traits über Pattern Matching bis zu den funktionalen Aspekten -, die es erst einmal zu erlernen gelte. Die schlechte Nachricht sei also, dass Scala durchaus einen gewissen Lernaufwand mit sich bringe – schließlich sei Scala kein Java mit einigen trivialen Ergänzungen.

Die gute Nachricht allerdings: Man kann die Konzepte Schritt für Schritt erlernen und einsetzen, da es möglich ist, zunächst in einem vertrauten Java-artigen Stil zu programmieren und später neue Techniken zu ergänzen.

Oderskys Grundcharakterisierung von Scala als Programmiersprache ist, dass Scala eine Fusion von funktionalen und objektorientierten Konzepten darstellt und in dieser Fusion weiter als jede andere Sprache geht. Von Beginn an sei die Prämisse im Vordergrund gestanden, dass Objektorientierung und Funktionale Programmierweise keine Gegensätze darstellen und gut miteinander harmonieren.

Das vollständige Interview steht auf InfoQ zur Einsicht bereit.

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Hartmut Schlosser
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