Wie Projektleiter den Kampf gegen noch mehr Excel-Tabellen gewinnen

Management-Lösung für Qualität und Kostentransparenz in der Software-Entwicklung

Sonja Loth, Marketing Manager, Borland

Wer als Projektleiter gleichzeitig an mehreren Entwicklungsprojekten arbeitet, kann sich vor lauter Excel-Tabellen kaum retten: Metriken aus unterschiedlichsten Managementwerkzeugen sind manuell und zeitaufwändig zu verdichten. Aktuelle Entwicklungsstände von verteilten Projektteams gilt es zusammenzutragen und mit den oftmals wechselnden Anforderungen der Fachabteilungen abzugleichen. Schließlich sollen auch frühe Tests die Qualität der Software sichern – auf Basis von Kennzahlen, die später einmal effiziente Unternehmensprozesse gewährleisten sollen und damit auch den Erfolg der gesamten Organisation sicherstellen.

Wer in diesem Szenario effizient und erfolgreich arbeiten will, benötigt ein übergreifendes Management-System. Dies muss in der Lage sein, alle Daten rund um den Lebenszyklus einer Software-Applikation zu konsolidieren und die Ergebnisse rollenbasiert darzustellen. Das Ziel ist, eine einheitliche Sicht auf die laufenden Software-Entwicklungsprojekte zu erhalten – und zwar für alle Beteiligten. Fachabteilungen wissen dann stets, welche Anforderungen die IT bereits umgesetzt hat. Entwickler und Projektleiter haben ein gleiches Verständnis über den Projektfortschritt und auch die Geschäftsleitung erhält aussagekräftige Kennzahlen zur Wirtschaftlichkeit von Projekten.

Von der Komplexität überrollt

In der Praxis sind die meisten Unternehmen von den zuvor beschriebenen Anforderungen weit entfernt. Stattdessen sind manuelle Abläufe die Regel – insbesondere in der Erfassung und der Auswertung von Metriken. Im Applikations-Lebenszyklus kommen separate Werkzeuge zum Einsatz: von der Anforderungserhebung über die Software-Erstellung bis hin zu Tests und der Auslieferung sind die verwendeten Systeme nicht in der Lage, ihre Kennzahlen oder den aktuellen Projektstatus mit anderen Tools auszutauschen oder zu vergleichen.

Auch die Mitarbeiter und ihre unterschiedlichen Arbeitsmethoden tragen dazu bei, dass das Projektmanagement seine Komplexität nicht verliert. Beispielsweise können Entwicklerteams parallel mit unterschiedlichen Entwicklungsmethoden arbeiten, von der klassischen Wasserfall-Methode bis hin zu Scrum, Extreme Programming (XP) oder TestFirst, wodurch eine Vergleichbarkeit erschwert wird.

Schließlich kommen ständig neue Technologien wie beispielsweise Social Networks und Web 2.0 auf den Markt, die in die Software einfließen sollen. Gleichzeitig führen gekürzte Budgets dazu, dass IT-Abteilungen mit weniger Ressourcen auskommen müssen. Die Sachzwänge führen schließlich dazu, dass am falschen Ende gespart wird und ungenügend geprüfte Software zum Einsatz kommt.

Wer bei solchen Projekten den Überblick behalten will, benötigt über alle Prozesse, Entwicklungsabteilungen und Software-Tools hinweg abstrahierte und verdichtete Kennzahlen, die idealerweise automatisch erhoben werden.

Gesucht wird: Transparenz

Was Unternehmen im ersten Schritt benötigen, sind eine einheitliche Datenbasis und übergreifende Prozessstandards. Erst damit wird es möglich, die Software-Entwicklung als ganzheitlichen Geschäftsprozess zu betrachten. Das Ziel muss sein, eine transparente und stets aktuelle Gesamtsicht auf den kompletten Entwicklungsprozess zu erhalten. Dann ist auch die gezielte Steuerung von Entwicklungsprojekten gegeben – von der ersten Idee und den ersten Code-Artefakten bis hin zur Produktivsetzung. In der Praxis heißt das: Kennzahlen aus dem Projektmanagement müssen sich automatisch korrelieren lassen mit den Kenngrößen aus der Qualitätssicherung. Das ist jedoch nur dann sinnvoll, wenn den Projektverantwortlichen zum Zeitpunkt der Auswertung aktuelle Daten vorliegen. Müssen sie mit veralteten Informationen arbeiten, kommt es in Entwicklungsprojekten zu Inkonsistenzen und Überschneidungen, was schließlich zu Qualitätseinbußen bei der Software und fehlender Akzeptanz bei den Anwendern führt.

Geschrieben von
Sonja Loth, Marketing Manager, Borland
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