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Neue Heimat für Googles Open-Source-Projekte

So macht Google Open Source

Melanie Feldmann

 © Shutterstock / Radovan1

Google hat mit Google Open Source eine neue Heimat für seine Open-Source-Projekte gelauncht. Dort finden sich aber nicht nur alle großen und kleinen Projekte des Konzerns, sondern auch Einblicke in die Art und Weise wie Google Open Source betreibt.

Die Seite Google Open Source bündelt alle Open-Source-Projekte unter einem Dach. Bisher waren diese in GitHub-Repos und Googles eigenem Git-Service verstreut. Die Projekte von Großen wie TensorFlow oder Kubernetes bis Kleinen wie Neuroglancer und Periph.io finden sich jetzt an einer Stelle im Verzeichnis der Seite. Über 2.000 Projekte sind dort zurzeit gelistet. „Einige werden von Google vollkommen unterstützt, andere sind eher experimentell oder nur zum Spaß“, beschreibt Will Norris, Open Source Programs Office bei Google, die Bandbreite der Projekte. Für viele der Projekte stellt Google zusätzliche Informationen zur Verfügung wie diese innerhalb des Konzerns zum Einsatz kommen. In der Zukunft sollen auch Infos zu Projektlebenszyklen und Projektreife folgen.

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Googles Open-Source-Richtlinie

Aber die Seite ist mehr als nur ein Verzeichnis der Open-Source-Bemühungen von Google. Öffentlich ist nun ebenfalls eine Dokumentation wie Google Open Source betreibt. Die Doku erläutert in über 70 Seiten unter einer Creative-Commons-Lizenz welchen Prozesses das Unternehmen folgt, wenn es neue Open-Source-Projekte veröffentlicht. Auch wie Open-Source-Code gemanagt wird, der ins Unternehmen hineingeholt wird, ist ein Thema. Zusätzlich zu dem Wie gibt es aber auch Informationen zu dem Warum. Es geht beispielsweise darum, warum Google Code nur unter bestimmtem Lizenzen veröffentlicht und warum Contributor eine Lizenzvereinbarung abgeben müssen. „Ganz ähnlich wie es es wertvoll ist den Sourcecode eines anderen Entwicklers zu lesen, um zu sehen wie er ein Problem gelöst hat, hoffen wir, dass andere es wertvoll finden zu sehen, wie wir an Open Source herangehen und darüber denken“, schreibt Norris in einem Blogpost zum Release der neuen Open-Source-Heimat. Dementsprechend soll Googles Dokumentation nicht als Richtlinie gesehen werden, wie man als Unternehmen Open Source nutzen und voranbringen kann, sondern Ideen und Anregungen geben.

Im Podcast bei Changelog erläutert Norris die Hintergründe zu Google Open Source.

The Changelog 245: Open Source at Google with Will Norris – Listen on Changelog.com

Geschrieben von
Melanie Feldmann
Melanie Feldmann
Melanie Feldmann ist seit 2015 Redakteurin beim Java Magazin und JAXenter. Sie hat Technikjournalismus an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg studiert. Ihre Themenschwerpunkte sind IoT und Industrie 4.0.
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