M2M Minutes, diesmal nah am Wasser

Diana Kupfer
©S&S Media

Aktuelle Trends und Highlights aus der IoT-Szene haben wir auch in dieser Woche wieder zusammengestellt. Sollten Sie in mehr als einer Meldung das Wort „Wasser“ lesen: reiner Zufall!

Iron-Man-Anzüge für die U.S. Army

Neues vom Militär: Die U.S. Army arbeitet laut einem BBC-Bericht an einem intelligenten Anzug für Soldaten: dem Tactical Assault Light Operator Suit, kurz: Talos. Gerade aus jüngeren Science-Fiction-Filmen wie „Iron Man“ oder „Elysium“ kennt man solche lebensrettenden Außenskelette, die mit Sensoren und tragbaren Computern à la Google Glass ausgestattet sind. Einerseits schützen diese Rüstungen den Träger natürlich vor Angriffen von außen; andererseits überwachen sie dank eingebauter Sensorsysteme die Körpertemperatur, Herzfrequenz und Wasserversorgung, sprich: die Gesundheit des Soldaten. Dem Bericht zufolge möchte sich die U.S. Army nun an Forschungs- und Entwicklungsinstitutionen wenden, allen voran das Massachusetts Institute of Technology, um das Projekt mit vereinten Kräften auf den Weg zu bringen.

E-Health: Caktus gegen Dehydrierung

Der Name lässt dies zwar nicht vermuten, aber das US-amerikanische Startup Caktus tritt für mehr Wasser ein, genauer: für einen gesunden Wasserhaushalt im menschlichen Körper. Die Technologie „The Hug“ soll dabei helfen. Sie besteht aus einem Armband mit einem Feuchtigkeitssensor und einer mobilen App – für welche Plattformen, wird auf der Webpräsenz noch nicht verraten, abgebildet ist ein iPhone. Droht das Hydrationsniveau des Nutzers auf ein kritisches Niveau zu sinken, weist die App ihn darauf hin. Sie kann sinnvollerweise auch mit den Fitness-Apps FitBit und Runkeeper verbunden werden.

Pif: Power-Erweiterung für den Raspberry Pi

Ein neues günstiges FPGA-Add-on für den Raspberry Pi stammt aus dem Hause Bugblat und hört auf den Namen „Pif“. Ein FPGA (Field Programmable Gate Array) ist ein programmierbarer Chip, mit dem sich eine logische Schaltung umsetzen lässt. Auch komplexere Schaltungen können flexibel auf die Erweiterung ausgelagert werden. Über den Pi wird das Board mit Strom versorgt.

Statt der üblichen Beschreibungssprachen VHDL oder Verilog kann auch die auf Python basierende Sprache MyHDL verwendet werden. Pif ist je nach Ausführung für ca. 18 bzw. ca. 25 Euro erhältlich.

Internet of Sounds

Forscher an der University of Buffalo arbeiten an einem drahtlosen Unter-Wasser-Netzwerk, mit dem beispielsweise frühzeitig Tsunamis entdeckt werden können. Da sich Funksignale unter Wasser nicht verbreiten, wird, ähnlich wie bei Walen und Delfinen, über ein Schallwellen-System kommuniziert. Das ist in vielen Bereichen, beim Militär beispielsweise, bereits gang und gäbe. Doch leider können bislang nur innerhalb einzelner Systeme Daten ausgetauscht werden. Die Infrastrukturen unterscheiden sich teilweise stark voneinander – das alte Silo-Problem. Das Framework, das die Wissenschaftler in Buffalo entwickeln, könnte als Bindeglied zwischen bereits existierenden ozeanischen Kommunikationssystemen agieren und die Daten darüber hinaus in Echtzeit an mobile Endgeräte senden. Dank dieser Vernetzung könnte ein richtiges Internet der Ozeane entstehen.

Intelligenter Motor

Das Kickstarter-Projekt der Woche mag zwar nicht die Welt bewegen, aber zumindest kleine Objekte: „Moti“, ein intelligenter Motor, der sich intuitiv über eine App steuern lässt, eignet sich auch als Baustein für DIY-Roboter. Jeder Mini-Motor ist mit einem Arduino-kompatiblen Mikrocontroller ausgestattet. Er lässt sich also jederzeit neu programmieren, mit Sensoren und Shields ausstatten oder mit anderen Motis verbinden. Ein Einsatzszenario für Moti zeigt das folgende Video:

 

Geschrieben von
Diana Kupfer
Diana Kupfer
Diana Kupfer war Redakteurin bei S&S Media für die Zeitschriften Java Magazin, Eclipse Magazin und das Portal JAXenter. 
Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.