M2M Minutes: Cisco investiert in IoT-Startups, IBM partnert mit AT&T, 10 Jahre Arduino

Redaktion JAXenter
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Cisco pumpt 100 Millionen Dollar in IoT-Startups – IBM und AT&T: gemeinsam für intelligente Stadtinfrastrukturen – Eclipse Foundation hält Online-Konferenz über IoT – Zehn Jahre Arduino – Intelligenter Kopfhörer „The Dash“ rockt Kickstarter – Smart Guns: feuern nur in den richtigen Händen

Cisco investiert 100 Millionen Dollar in IoT-Startups

Vergangene Woche veröffentlichte Cisco seine Quartalszahlen. Trotz Gewinneinbrüchen kündigte das US-amerikanische Unternehmen im Zuge dessen an, 100 Millionen US-Dollar in junge Firmen investieren zu wollen, die IoT-Lösungen entwickeln. Sich selbst sieht das Unternehmen für das Internet of Things – Internet of Everything in Ciscos Terminologie – laut CEO John Chambers bereits gut aufgestellt. Neben den Investitionen in Start-ups möchte Cisco auch die Stadt Dubai in ihren Smart-City-Bestrebungen unterstützen. Cisco schätzt, dass das Internet der Dinge dem öffentlichen Sektor im nächsten Jahrzehnt Gewinne von bis zu 4,6 Billionen US-Dollar bescheren könnte.

IBM und AT&T wollen gemeinsam Städtedaten auswerten

„Big Blue“ und der US-amerikanische Telekommunikationskonzern AT&T (der auch im Bereich Connected Cars schon einen Fuß in der Tür hat) gaben vor wenigen Tagen eine Partnerschaft im Bereich IoT-Technologien bekannt. Sie wollen Städten, Gemeinden und Versorgungsunternehmen beim Auswerten von Daten aus vernetzten Systemen unter die Arme greifen. AT&T möchte für die Konnektivität sorgen, IBM für die notwendige Software und Systemintegration. Dabei werden IBMs Intelligent Operations Center, MobileFirst-Plattform und MessageSight-MQTT-Anwendung zum Zuge kommen.  Zunächst soll diese Zusammenarbeit in Gemeinden und mittelgroßen Unternehmen getestet werden. Städte könnten von einer Auswertung von Verkehrsdaten profitieren, Versorgungsunternehmen von einer präzisen Erfassung des Energieverbrauchs in Haushalten, heißt es in der Mitteilung.

Virtuelle IoT-Konferenz der Eclipse Foundation

Für den Welt-IoT-Tag am 9. April hat die Eclipse Foundation eine Online-Konferenz mit dem Namen IoTLive angekündigt. In den Bereichen Business of IoT, Industry Solutions, IoT Standards and Protocols, Open Software/Open Hardware for IoT, Connectivity & Mobile und Connecting the Enterprise können ab sofort Sessions vorgeschlagen werden. Im Anschluss an die Kurzvorträge soll eine Panel-Diskussion stattfinden.

Share the love: Arduino wird 10

Was haben die Programmiersprache Scala, die Eclipse Foundation und Facebook gemeinsam? Sie alle feiern 2014 ihren zehnten Geburtstag. Auch die Arduino-Plattform ist am Ende ihrer ersten Dekade angelangt. Zu diesem Anlass soll am 29. März ein  „Arduino Day“ stattfinden – eine Webpräsenz hat das Team um Massimo Banzi bereits dafür eingerichtet. Weltweit werden an diesem Tag Arudino User Groups, Makerspaces, Hackerspaces und viele mehr den 10. Geburtstag der Hardware-Plattform begehen. Die Events werden nicht zentral organisiert, sondern von den jeweiligen Gruppen vor Ort. Um die eigene Veranstaltung über die zentrale Website bewerben zu können, bedarf es allerdings der Zustimmung durch die Arduino-Community.

In einem aktuellen Artikel im Makezine erinnert sich Arduino-Erfinder Massimo Banzi an die Geburtsstunde und den Geburtsort der Arduino-Bewegung: die ersten Tage im Institut für Interaktionsdesign in Ivrea, Norditalien. Der Tenor: Zusammenarbeit war und ist das Erfolgsrezept der Open-Source-Hardware. Schon am allerersten Board wirkte eine Vielzahl an Unternehmen und kreativen Köpfen mit. Auch spätere Projekte wie der Arduino Micro, der Arduino Yún oder der in Kürze erscheinende Arduino TRE entstanden durch fruchtbare Zusammenarbeit mit Firmen, die Banzi & Co. stets als Partner und Ideengeber begreifen, weniger als Konkurrenten. Wie Banzi es formuliert:

Wir glauben an die Open-Source-Bewegung. Es sollte jedem klar sein, dass sie sich erfolgreich entwickeln kann, wenn jeder etwas von ihr mitnimmt, aber besonders, wenn Individuen und Firmen im Gegenzug etwas an sie zurückgeben. Deshalb ist es wichtig, diejenigen hervorzuheben, die eine positive Rückkopplung erzeugen, Wissensaustausch und Zusammenarbeit fördern.

Der erste intelligente Kopfhörer der Welt – hört, hört…

Unser Crowdfunding-Projekt der Woche mit dem Namen „The Dash“ – wieder aus dem Bereich Wearables – verschafft sich derzeit mächtig Gehör. Der Spenden-Index der noch 38 Tage laufenden Kickstarter-Kampagne zeigt bereits jetzt sage und schreibe zwei Millionen US-Dollar an. Gesammelt werden sollten lediglich 260 000. Das Team des 15-köpfigen Hersteller-Startups Bragi beschreibt seine Erfindung als „The World’s First Wireless Smart In Ear Headphones“. Die Kopfhörer können entweder Musik von einem anderen Gerät über eine Bluetooth-Verbindung abspielen oder direkt von dem eingebauten MP3-Player, der auf einem internen Flashspeicher bis zu 4 GB speichern kann. Und The Dash ist noch viel mehr: Fitnesstracker dank eingebauter Sensoren, Kommunikationsgerät dank eingebautem Mikrofon, USB-Stick und Geräuschschutz – Umgebungsgeräusche können je nach Bedarf weggefiltert oder zugelassen werden. Verbaut sind außerdem eine 100 mAh starke Batterie und ein 32bit-ARM-Prozessor. Im Developer-Modus kann The Dash in bestehende Anwendungen integriert werden und Rohdaten anzeigen. Gelingt der Markteintritt, soll das Multitalent schon ab 179 US-Dollar zu haben sein.

Smart Guns: Wenn Waffen schlauer sind als ihre Nutzer

Zum Schluss noch ein Surftipp: An der transformativen Kraft von Technolgie wird kaum noch jemand zweifeln, der den Artikel „’We need the iPhone of guns’: Will smart guns transform the gun industry?“ gelesen hat – vor wenigen Tagen in der Washington Post erschienen. Das Prinzip der Armatix Smart Gun, die dort besprochen wird: Die Waffe ist nur funktionstüchtig, wenn sich die dazugehörige Armbanduhr in Reichweite befindet. Könnte sich diese Technologie als Deux ex machina im ewigen Zwist zwischen Befürwortern und Gegnern von privatem Waffenbesitz erweisen? Möglicherweise. Mike Rosenwald, der Autor des Artikels, stellt fest:

Was die Zukunft dieser Technologie betrifft, gibt es überraschende Übereinstimmungen zwischen Waffenrechtsverfechtern und denjenigen, die sich für mehr Waffenkontrolle aussprechen.

 

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