Community Data License Agreement

Linux Foundation veröffentlicht Lizenzen für Open Data

Melanie Feldmann

© Shutterstock / Anna Kraynova

 

Neue Lizenzen der Linux Foundation, zusammengefasst im Community Data License Agreement, sollen es einfacher machen, Daten frei zu teilen und mit ihnen zu arbeiten. Denn in einer immer mehr datengetriebenen Welt wird das Konzept der Open Data immer wichtiger.

Big Data, Maschinelles Lernen und Künstliche Intelligenz machen es möglich, bisher beispiellose Mengen an Daten zu verarbeiten und aus ihnen Informationen zu gewinnen. Zurzeit existieren aber sehr unterschiedliche, länder- oder anwendungsspezifische Lizenzen, um Daten offen und frei zur Verfügung zu stellen. Diese sind meist schwer miteinander in Einklag zu bringen. Häufig genutzt werden auch die Creative-Commons-Lizenzen oder Open Data Commons, das vor allem durch OpenStreetMap bekannt ist.

Die Lizenzen des Community Data License Agreement der Linux Foundation, kurz CDLA, sollen Regierungen, akademische Institutionen, Unternehmen und andere Organisationen dabei unterstützen, Daten offen bereit zu stellen und auszutauschen. Die Lizenzen sind inspiriert von den Entwicklungsmodellen der Open-Source-Software – wie könnte es bei einem Urheber wie der Linux Foundation auch anders sein. „Eine offene Datenlizenz ist für den reibungslosen Austausch von Daten, die sowohl wichtige Technologien als auch gesellschaftliche Vorteile nutzen, unerlässlich“, sagte Jim Zemlin, Executive Director der Linux Foundation. „Der Erfolg von Open-Source-Software ist ein überzeugendes Beispiel dafür, was erreicht werden kann, wenn Menschen eine Ressource zum Wohle des Gemeinwohls weiterentwickeln.“

Es gibt zwei CDLA-Lizenzen: eine Sharing-Lizenz und eine Permissive-Lizenz. Die Sharing-Lizenz folgt dem Prinzip des Copyleft. Die CDLA sorgt also dafür, dass Anwender die Daten nutzen und verändern dürfen, wenn sie ihre Änderungen ebenfalls veröffentlichen. Die Permissive-Lizenz ermöglicht es, Daten ohne irgendwelche Restriktionen zu teilen und zu nutzen. Datenproduzenten können so mit einer klaren Basis arbeiten, was Haftungsausschlüsse und Gewährleistungen anbelangt. Daten-Communities können auf einer Lizenz oder einer Lizenzsammlung standardisieren, damit der Austausch von Daten einheitlich erfolgt. Die CDLA ist datenschutzneutral. Das bedeutet, dass sowohl Datenproduzenten als auch -nutzer eigenen Strukturen schaffen müssen, um datenschutzkonform zu arbeiten.

Geschrieben von
Melanie Feldmann
Melanie Feldmann
Melanie Feldmann ist seit 2015 Redakteurin beim Java Magazin und JAXenter. Sie hat Technikjournalismus an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg studiert. Ihre Themenschwerpunkte sind IoT und Industrie 4.0.
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