Licht, Pflanzen, Raumtemperatur: Heim-Automatisierung mit openHAB

Judith Lungstraß

Wer sein Zuhause automatisiert steuern will, greift dafür mit großer Wahrscheinlichkeit auf den open Home Automation Bus, kurz openHAB, zurück. Die Integrationsplattform zur Heim-Automatisierung besteht aus purem Java und basiert vollständig auf OSGi, außerdem soll sie Hersteller-neutral sein.

Im Laufe des vergangenen Jahres ist die Plattform stark gewachsen und wurde auf zusätzliche Felder der Heim-Automatisierung ausgeweitet. Das sieht man vor allem an der Zahl der Bindings: Die jüngst erschienene Version 1.2 enthält 30 Bindings, in der 1.0 waren es lediglich 14.

Eines der interessantesten neuen Bindings ist Homematic, eine Art Rundumschlag. Die Radio-basierte Lösung enthält eine Reihe von Sensoren und Aktoren, welche die verschiedensten Ansprüche abdecken. Weiterhin lassen sich Homematic-Geräte einfach mit allen anderen verbinden, die auch von openHAB unterstützt werden. Mehr Informationen in diesem Video:

Philips Hue ist eine simple Lösung zur Lichtkontrolle – Farbe und Temperatur des Lichts lassen sich über eine Smartphone App einstellen. Wer es etwas professioneller möchte, greift auf das DMX Binding zurück, welches auch oft für Lichteffekte auf großen Bühnen verwendet wird. Hiermit kann man unter anderem Schleifen programmieren und Licht langsam ausblenden lassen. Auch zu diesen beiden Licht-Bindings stehen Demo-Videos bereit:

Das Koubachi Binding integriert sogar die Hauspflanzen in die Heim-Automatisierung. Hierzu steckt man Sensoren in die jeweiligen Blumentöpfe und bekommt anschließend Informationen zu Bodenfeuchtigkeit, Temperatur sowie Lichtverhältnissen geliefert. Basierend darauf werden dann Pflegehinweise ermittelt.

Natürlich gibt es auch einen nativen Android Client für openHAB. Dieser heißt HABDroid, unterstützt alle Runtime Features und sogar NFC. Wo das Sinn macht, kann er auch physische Knöpfe an Geräten ersetzen. Das folgende Video demonstriert die Funktionen der passenden App:

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Judith Lungstraß
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