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Der neue "Doze"-Modus im Test

Lang lebe der Akku! Energieverbrauch verbessert sich unter Android M

Kypriani Sinaris

©Shutterstock/Georgejmclittle

Unter dem neuen Betriebssystem Android M soll die Akkulaufzeit um das 2,7-fache steigen. Auf Googles diesjähriger Entwicklerkonferenz I/O wurde die neue Version des Betriebssystems Android M vorgestellt. Dabei hat ein Feature besondere Aufmerksamkeit bekommen: „Doze“, zu Deutsch schlummern oder dösen.

Google hat drei Developer Previews bis zum finalen Release von Android M im dritten Quartal dieses Jahres angekündigt. ComputerBase hat einen Akkulaufzeittest mit der ersten Developer Preview durchgeführt und aufgezeigt, dass die Einsparungen beträchtlich sein können: Die Maximallaufzeit des Nexus 5, welches als Testobjekt für den OS-Vergleich diente, erhöhte sich um mehr als das Doppelte unter Android M, verglichen mit Lollipop 5.1.1. Unter identischen Voraussetzungen – Deaktivieren von Bluetooth, NFC und Android Beam; Zurücksetzen auf Werkszustand; Anmeldung bei Facebook und Facebook Messenger – wurde die Vergleichbarkeit gewährleistet. Nachdem beide Android Versionen frisch auf den Geräten installiert wurden, wurde nach 48 Stunden der Nichtbenutzung die verbrauchte Akkuleistung gemessen.

Resultat: Die Akkulaufzeit des Nexus 5 hat sich unter Android M um das 2,7-fache erhöht. Mit diesem Ergebnis scheint Google sein Versprechen für eine längere Akkulaufzeit einzuhalten.

Schlaf Akku, schlaf!

Der intelligente Energiesparmodus Doze sorgt durch die Inaktivierung von Apps, die nicht in Gebrauch sind, für eine höhere Akkulaufzeit, so die Entwickler bei der Präsentation des neuen Android M. Dazu heißt es auf dem Android Developer Blog:

In this state, Android will exponentially back off background activity, trading off a little bit of app freshness for longer battery life.

Bei solch großen Einsparungen stellt sich die Frage: Wie genau beeinflusst Doze die Aktivität von Applikationen?

Doze versetzt inaktive Apps in einen tiefen Schlaf. Der Modus soll sich automatisch einstellen, sobald das Smartphone nicht benutzt wird. Innaktive Apps werden vom Netzwerk getrennt, es werden keine WiFi Scans durchgeführt und Synchronisationen werden gestoppt. Alle Aufgaben, die verschoben werden können, werden auf die erneute Aktivierung des Smartphones verschoben. Daher empfiehlt Android Police Entwicklern, ihre Apps unter dieser Funktion zu testen, damit ein „Aufwecken“ der Apps auch zu einer Wiederherstellung bzw. fehlerfreien Synchronisation der Apps führt. Ob User eine App auch mal ruhen lassen möchten, können sie individuell entscheiden. Es ist möglich, manche Applikationen von Doze auszuschließen.

In Kombination mit dem Support für den USB Typ C, welcher die Aufladung des Akkus drei bis vier Mal schneller machen kann, scheint Google die Themen Akku und Akkulaufzeit in der Android-Version M ernsthaft anzugehen.

Aufmacherbild: energy concept von Shutterstock / Urheberrecht: Georgejmclittle

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Kypriani Sinaris
Kypriani Sinaris
Kypriani Sinaris studierte Kognitive Linguistik an der Goethe Universität Frankfurt am Main. Seit 2015 ist sie Redakteurin bei JAXenter und dem Java Magazin.
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