Genau richtig...

Lagom 1.5 bringt Toolset Akka Management und Support für Akka gRPC

Dominik Mohilo

© Lightbend, Inc.

Ziemlich genau 15 Monate mussten die Nutzer des Lagom-Frameworks gedulden, bis mit Version 1.5 das nächste große Release anstand. Die Aktualisierung ist nun erschienen und bringt ein neues Toolset für Akka, während die Lightbend-Orchestrierung verschwindet.

Lagom 1.4 war kein besonders großes Update: Es gab eine aktualisierte Unterstützung für Scala, auch die Komponenten für Akka, Play und Slick wurden auf die neuesten Versionen angehoben. Mit dem Lagom TestKit konnten zudem erstmal Services überprüft werden, die RDBMS-Persistenz nutzen, und HTTP ersetzte Netty als die Server-Engine der Wahl (Netty wurde und wird dennoch weiterhin unterstützt).

Nun, über ein Jahr später, erschien mit Lagom 1.5 die neueste Version des Microservices-Frameworks und hat etwas mehr im Gepäck: Das Toolset Akka Management. Neben dem neuen Toolset wird auch Couchbase als Datenbank optional verfügbar, während die Lightbend Orchestration nicht mehr unterstützt wird.

Lagom 1.5: Akka Management, Akka gRPC & Co

Die wichtigste Neuerung der aktuellen Framework-Version ist sicher die Tool-Suite Akka Management. Das Toolset öffnet über einen HTTP-Port einzelne Routen, wodurch der Zustand des Aktorensystems von Akka geprüft werden kann; dies geschieht „out of the box“. Außerdem öffnet Akka Routen für Health Checks, wobei man sowohl selbst programmierte nutzen oder welche aus einer entsprechenden Bibliothek wiederverwenden kann.

Die Integration von Akka gRPC ist ebenfalls Teil von Lagom 1.5, wenn auch nur testweise (incubating). Hiermit soll die Kommunikation zwischen Services verbessert werden, wobei der bisherige Weg über HTTP/JSON weiterhin unterstützt werden soll. Ein weiterer Vorteil: Mit Lagom 1.5 lassen sich sogenannte Additional Routers nutzen, was die Einbettung eines Play Routers in einen Lagom-Service möglich macht. Ebenfalls testweise verfügbar ist der Support von Couchbase als Option für persistente Entitäten.

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Dass ein testweise implementiertes Feature allerdings nicht immer den Schritt zur Produktionsreife schafft, zeigt die Lightbend-Orchestrierung. Das Tooling hat sich nicht wirklich durchgesetzt und hat am Ende mehr Probleme verursacht als gelöst. Es gibt allerdings eine Anleitung dafür, wie man sein System für die Orchestrierung mit OpenShift aufsetzt.

Weitere Informationen zum aktuellen Update gibt es im entsprechenden Blog-Post von Ignasi Marimon-Clos und in den Release Notes auf GitHub.

Hintergrund

Kurz nach der initialen Ankündigung zu Beginn des Jahres 2016, wurde Lagom veröffentlicht. Das Microservices-Framework stützt sich hauptsächlich auf drei Design-Prinzipien: Asynchronität, verteilte Persistenzmuster und Entwicklerproduktivität. Der Fokus von Lagom liegt, im Gegensatz zu herkömmlichen Microservice-Frameworks, nicht auf der Erstellung von einzelnen Microservices, sondern auf großen und verteilten Microservice-Systemen.

Die Reactive Platform von Lightbend / Quelle: Lightbend, Inc.

Die Reactive Platform von Lightbend / Quelle: Lightbend, Inc.

Die Kommunikation zwischen den Services ist eine der Kernkompetenzen des Frameworks und wird durch das API von Lagom abgedeckt. Durch den die Fähigkeit mit REST-Calls zu arbeiten, kann mit jeder anderen REST-fähigen Technologie kommuniziert werden. Das Persistenz-API von Lagom unterstützt die Implementierung von Event Sourcing und CQRS.

Durch die Nutzung von Typesafe ConductR, Lightbends kommerziellem Deployment-Werkzeug für verteilte Anwendungen, werden die Skalierung und das Deployment von Services gemanagt. ConductR stellt für Lagom zudem Datenbanken und deren Konfiguration sowie Tools zur Visualisierung und dem Managen dieser zur Verfügung. Das Clustering von Nodes eines Services wird in Lagom durch Akka und ConductR konfiguriert.

Mehr zum Thema:

Einführung in Lagom: Das Framework für Microservices und Domain Driven Design

Geschrieben von
Dominik Mohilo
Dominik Mohilo
Dominik Mohilo studierte Germanistik und Soziologie an der Goethe-Universität in Frankfurt. Seit 2015 ist er Redakteur bei S&S-Media.
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