Treibt die Cluster bis zur Edge und noch viel weiter!

Rancher 2.4 released: Edge-Skalierbarkeit, verbesserte Wartung und Sicherheit

Jean Kiltz

© Shutterstock / Shchipkova Elena

Mit dem Minor Update will Rancher, einer Plattform fürs Container-Management für Docker Containersysteme, die Unterstützung von Kubernetes im Edge-Bereich vorantreiben. Im neuen Release sind Funktionen für die Skalierbarkeit im Edge-Bereich, eine verbesserte Wartung und Sicherheit enthalten. Die Marke von einer Million unterstützter Cluster wurde noch nicht geknackt, soll aber im nächsten Update erreicht werden. Wir schauen uns die wichtigsten Neuerungen genauer an.

Mehr Cluster

Um ab dem nächsten Update auch wirklich eine Million Cluster unterstützen zu können, wurde mit Rancher 2.4, ein Zwischenschritt unternommen: Es werden jetzt 2.000 Cluster und 100.000 Knoten unterstützt und die Architektur so verändert, dass mit der nächsten Version der große Wurf gelingen kann.

Pflege für K8s-Cluster

Rancher 2.4 soll für Kubernetes-Cluster und -Knoten eine Wartung ohne jegliche Ausfallzeiten mit sich bringen. Damit wird sichergestellt, dass kritische Anwendungen für die Instandhaltung nicht unterbrochen werden müssen. Um auch bei Add-ons keine Störungen beim normalen Ablauf hinnehmen zu müssen, wird es auf Rancher Kubernetes Engines für Nutzer die Möglichkeit geben, eine Upgrade-Strategie auszuwählen und zu konfigurieren. So sollen auch für DNS und Ingress Service-Unterbrechungen vermieden werden.

Apropos Wartung: Mit dem neuen Update hat man sich auch Clustern gewidmet, die über keine stabile Netzwerkverbindung verfügen. Es wird also per Fernzugriff möglich, Upgrades und Patches aufzuspielen. Der ganze Prozess muss von einem lokalen K3s-Cluster ausgeführt werden und synchronisiert sich dann bei bestehender Netzwerkverbindung mit dem Management-Cluster.

Sicherheit

Mit dem neuen Release wird zur Verbesserung der Sicherheit ein CIS-Benchmark-Scan eingeführt. Dieser besteht aus 100 Benchmarks, die vom Centre for Internet Security (CIS) veröffentlicht werden. Damit reagiert Rancher auf Untersuchungen, nach denen viele Unternehmen aufgrund von Sicherheitsbedenken bei Kubernetes-Containern die Produktion von Anwendungen gestoppt hatten. Diese Scans sollen als Ad-hoc-Version funktionieren und werden anhand von 100 CIS-Benchmarks durchgeführt. Diese Überprüfungen können von Nutzern definiert werden und die Berichte können mit Pass-/Fail-Informationen ausgegeben werden.

 

Rancher möchte mit diesen Neuerungen die Möglichkeiten von Kubernetes so erweitern, dass Anwendungen sowohl im Rechenzentrum als auch in der Cloud als auch im Edge-Bereich betrieben werden können. Ganz im Sinne des Mottos „Run Kubernetes everywhere“.

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Geschrieben von
Jean Kiltz
Jean Kiltz ist seit März 2020 Redakteur bei Software & Support Media. Er hat Geschichte und Kulturanthropologie an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz studiert. Danach war er beim ZDF als First-Level-Support angestellt.
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