Volle Kraft in Richtung Stabilität!

Kubernetes 1.17 ist da und bringt Container Storage Interface

Katharina Degenmann

© Shutterstock / Repina Valeriya

Das vierte und damit letzte Update in diesem Jahr für Googles Container-Orchestrierung Kubernetes ist erschienen. Kubernetes 1.17 hat insgesamt 22 Erweiterungen im Gepäck, von denen nun 14 als stabil gelten.

Das Technical Oversight Committee (TOC), das für die Entwicklung von Kubernetes verantwortlich ist, präsentierte kürzlich Version 1.17 der Orchestrierungsplattform. Mit im Schlepptau sind insgesamt 22 Verbesserungen, von denen inzwischen 14 als stabil eingestuft wurden. Vier weitere Neuerungen wurden von Alpha auf Beta umgestellt und insgesamt vier Funktionen, darunter die Unterstützung für Routing-Dienste, gehen mit dem neuen Release in den Alpha-Status über. Wir haben uns die wichtigsten Neuerungen einmal genauer angesehen.

Cloud Provider Labels sind stabil

Die wohl wichtigste Neuerung, die in dieser Version auf den Weg gebracht wurde, ist die allgemeine Verfügbarkeit der Cloud Provider Labels. Zwar wurden diese bereits in Kubernetes 1.2 als Beta-Version zur Verfügung gestellt, allerdings gelten sie erst mit der aktuellen Version als stabil.

Cloud-Provider-Labels kommen bei der Erstellung von Nodes oder Volumes zum Einsatz. Sie ermöglichen es, Spezifikationen für Kubernetes zu schreiben, die über mehrere Cloud Computing Services portabler sind.

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Volume Snapshots in Beta-Version

Als eine weitere wichtige Neuerung gelten die sogenannten Volume Snapshots. Einige Storage-Systeme bieten bereits die Möglichkeit, einen sogenannten Snapshot eines persistenten Speichers anzufertigen. Da dieses Feature wohl auch für Kubernetes einige wichtige Vorteile bringt, entschloss man sich dazu, es standardmäßig über das Kubernetes-API bereitzustellen. Bisher stand die Funktion zur Erstellung der Volume Snapshots nur als Alpha-Version bereit. Ab Kubernetes-Version 1.17 wechselt das Feature jedoch in den Beta-Status und ist damit standardmäßig aktiv.

Container Storage Interfaces

Ein weiteres Feature, das nun in die Beta entlassen wird, ist das sogenannte Container Storage Interface (CSI). Damit soll vor allem das Hinzufügen von neuen Volume-Plugins zu Kubernetes leichter von der Hand gehen. Bisher waren Volume-Plugins „in-tree“, also Teil des Kubernetes-Codes. Aus diesem Grund waren Anbieter, die Kubernetes mit einer Unterstützung für ihr Speichersystem ausstatten wollten, gezwungen, sich an den Kubernetes-Release-Zyklus anzupassen. Zudem kam es dabei zu Problemen im Bereich Sicherheit und Zuverlässigkeit in den Kubernetes-Binärdateien, wenn Code von Drittanbietern verwendet wurden. CSI soll dieses Problem lösen.

Weitere Einzelheiten zum Release von Kubernetes 1.17 stehen auf dem Kuberntes-Blog zum Nach

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Katharina Degenmann
Katharina Degenmann
Katharina ist hauptberuflich hilfsbereite Online- und Print-Redakteurin sowie Bücher- und Filme-Junkie. Nebenbei ist sie Möchtegern-Schriftstellerin, die heimlich hofft, eines Tages ihr Geld als Kaffee-Testerin zu verdienen. Von Februar 2018 bis Februar 2020 hat sie als Redakteurin bei der Software & Support Media GmbH gearbeitet, davor hat sie Politikwissenschaft und Philosophie studiert.
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