Erste Hilfe für Kubernetes

Cluster Lifecycle Management: Open-Source-Tool KubeOne 1.0 veröffentlicht

Frank Müller

© Shutterstock / Gorev Evgenii

Kubernetes ist kompliziert. Das ist kein Beinbruch, denn die Funktionalität spricht eindeutig für Googles Orchestrierungsplattform. Dennoch wäre es manchmal schön, Dinge automatisieren zu können. Ein Tool hierfür ist KubeOne von Kubermatic, das bei der Automatisierung von Cluster-Operationen auf allen Plattformen (Cloud, Bare Metal, Edge und im Internet of Things) hilft.

Im Rahmen der KubeCon und CloudNativeCon Europe Virtual vor einigen Wochen hat das Hamburger Unternehmen Kubermatic die Version 1.0 des Open Source Cluster Lifecycle Management Tools KubeOne bekannt gegeben. Das Tool dient der Installation und dem Betrieb einzelner hochverfügbarer Kubernetes-Cluster. Es unterstützt dabei Public Cloud Provider wie unter anderem Amazon Web Services, Google Cloud Platform, Microsoft Azure, DigitalOcean, VMware vSphere und Hetzner Cloud.

Die erste Vorversion wurde im Mai 2019 vorgestellt. KubeOne ist neben der ebenfalls quelloffen verfügbaren Kubermatic Kubernetes Platform und dem Open-Source-Tool KubeCarrier eines der Produkte von Kubermatic zur Unterstützung des Nutzers im Umgang mit Kubernetes. „Die Arbeit mit Kubernetes zu erleichtern, ist eines der Ziele des Unternehmens.“ sagt CEO Sebastian Scheele.

KubeOne 1.0

Zu den Aufgaben von KubeOne gehören das Aufsetzen von Clustern auf den genannten Plattformen inklusive Dingen wie der Provisionierung, Upgrades oder Reparaturen. Mit der aktuellen Major-Version wurde das Tool hierfür um das Kommando apply erweitert. Das KubeOneCluster API hat die Version v1beta1 erreicht und an Reife und Stabilität gewonnen. Existierende Manifeste können über das Kommando config migrate migriert werden. Die Unterstützung von Bare-Metal-Clustern wurde verbessert und die Wahl des CNI Plug-ins ist ab KubeOne 1.0 frei. Neben einer Reihe weiter Verbesserungen rundet die Erweiterung der verfügbaren Linux-Distributionen um Flatcar als Ersatz für CoreOS sowie CentOS 8 und RHEL die neueste Version ab.

Geschrieben von
Frank Müller
Frank Müller
Der Oldenburger Frank Müller ist seit über dreißig Jahren in der IT zu Hause und im Netz vielfach als @themue anzutreffen. Das Interesse an Googles Sprache Go begann 2009 und führte inzwischen zu einem Buch sowie mehreren Artikeln und Vorträgen zum Thema.
Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

avatar
4000
  Subscribe  
Benachrichtige mich zu: