Neues Open-Source-Projekt von Microsoft & Red Hat

KEDA 1.0: Event-Driven Autoscaler für Kubernetes erreicht erste Hauptversion

Katharina Degenmann

Shutterstock / Constantin Stanciu

KEDA ist ein Open-Source-Projekt aus dem Hause Microsoft in Zusammenarbeit mit Red Hat, das Entwicklern die Möglichkeit bietet, ereignisgesteuerte Serverless-Anwendungen auf Basis von Kubernetes zu deployen. Nun hat KEDA Version 1.0 erreicht.

Microsoft hat in Zusammenarbeit mit Red Hat bereits im Mai dieses Jahres ein neues Open-Source-Projekt präsentiert. KEDA ist ein Kubernetes Event-Driven Autoscaler, der eine ereignisgesteuerte Skalierung für Container bietet und in Kubernetes läuft. Nun wurde KEDA 1.0 veröffentlicht.

KEDA stellt sich vor

KEDA ermöglicht eine detaillierte Autoskalierung, wobei es eine zentrale Herunterskalierung auf 0 Instanzen (wenn keine Ereignisse stattfinden) und eine zentrale Hochskalierung auf bis zu n Instanzen durchführen kann. Zu diesem Zweck fungiert KEDA als Kubernetes Metrics Server und ermöglicht es Nutzern, Regeln für die Autoskalierung mit einer speziellen Kubernetes Custom Resource Definition zu definieren. Durch Verwendung von Functions-Container mit KEDA können serverlose Funktionen in jedem Kubernetes-Cluster repliziert werden.

Der Autoscaler kann sowohl auf der Cloud als auch im Edge laufen, er integriert sich nativ in Kubernetes-Komponenten beispielsweise in den Horizontal Pod Autoscaler und hat keine externen Abhängigkeiten.

KEDA macht den Sprung auf 1.0

Anstelle der bisher reaktiven Skalierung der Container-Orchestrierung, die sich primär an der CPU- und Speicherauslastung orientiert, eröffnet KEDA eine an den eingehenden Events ausgerichtete frühzeitigere Anpassung der Container-Instanzen im Kubernetes-Cluster. Der Metrik-basierte Ansatz von KEDA zur automatischen Skalierung ermöglicht es Kubernetes, auf eingehende Ereignisse zu reagieren, noch bevor die CPU beeinträchtigt wird.

Mit Version 1.0 unterstützt das Projekt nun eine Reihe verschiedener Scaler, darunter Apache Kafka, Azure Event Hub, Azure Service Bus, RabbitMQ, Prometheus, AWS SQS und andere.

Wie in der Ankündigung ebenfalls zu lesen ist, verfügt KEDA auch über einen erweiterbaren gRPC-Vertrag, so dass andere Scaler dynamisch ermittelt werden können, um zusätzliche Fähigkeiten hinzuzufügen. Zudem könne der Autoscaler parallel zu Virtual Kubelet und Azure Kubernetes Service Virtual Nodes ausgeführt werden.

Wer mehr über KEDA und Version 1.0 erfahren möchte, findet alle Informationen im Blogbeitrag auf der Seite von Red Hat.

Geschrieben von
Katharina Degenmann
Katharina Degenmann
Katharina ist hauptberuflich hilfsbereite Online- und Print-Redakteurin sowie Bücher- und Filme-Junkie. Nebenbei ist sie Möchtegern-Schriftstellerin, die heimlich hofft, eines Tages ihr Geld als Kaffee-Testerin zu verdienen. Seit Februar 2018 arbeitet sie als Redakteurin bei der Software & Support Media GmbH, davor hat sie Politikwissenschaft und Philosophie studiert.
Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

Hinterlasse den ersten Kommentar!

avatar
4000
  Subscribe  
Benachrichtige mich zu: