AppC wichtiger als Docker? Google dementiert

Kubernetes – „neutraler Boden“ der Containerwelt?

Michael Thomas

© Shutterstock.com/ Grzegorz Petrykowski

Nachdem Google bekannt gegeben hatte, dass Kubernetes künftig auch das Anbieterneutrale Containerformat AppC sowie den darauf basierenden CoreOS-Container Rocket (auch bekannt als RKT) unterstützten solle, wurde dies von einigen dahingehend gedeutet, dass Google AppC gegenüber Docker bevorzugen würde. Wie Craig McLuckie, Produktmanager bei Google und Mitbegründer des Kubernetes-Projekts, nun klarstellte, soll dies jedoch keineswegs der Fall sein.

Craig unterstrich in seiner Stellungnahme, dass Google Docker von Beginn – und zu Ungunsten seines eigenen quelloffenen Container-Angebots – unterstützt und viel in dessen Container-Technologie investiert habe. Des Weiteren seien zwei Google-Mitarbeiter für die Arbeit an LibContainer, einem wichtigen Bestandteil des Docker-Ökosystems, zuständig. Insgesamt sei die Zusammenarbeit mit Docker ausgesprochen eng, Docker die zur Zeit einzige unterstützte Laufzeit in Googles kommerziellem Container-Produkt „Google Container Engine“ (GKE) sowie dem PaaS-Angebot „Google App Engine“ (GAE), so Craig weiter.

Nachdem er besonders betonte, dass Google Docker auch weiterhin, gar „zeitlich unbegrenzt“ unterstützen würde, sang Craig ein regelrechtes Loblied auf die Open-Source-Software:

To date Docker is by far the most mature and widely used container offering in the market, with over 400 million downloads. It has been production ready for almost a year and seen widespread use in industry, and also here inside Google.

Bei derart viel Lob stellt sich die Frage, warum Google mit AppC und RKT überhaupt eine Docker-Alternative unterstützt. Auch hierauf hatte Craig eine Antwort. Demnach solle Kubernetes zum „neutralen Boden“ innerhalb der Containerwelt und die Kunden in die Lage versetzt werden, die für sie jeweils geeignetste Technolgie auszuwählen. Die Entscheidung für den AppC-Support, so Craig, sei deshalb fälschlicherweise als eine Entweder-Oder-Situation interpretiert worden:

The world is almost always better for having choice, and it is perfectly natural that different tools should be available for different purposes.

Aufmacherbild: Four shipping containers during transport. 3D rendered image. von Shutterstock / Urheberrecht: Grzegorz Petrykowski

Geschrieben von
Michael Thomas
Michael Thomas
Michael Thomas studierte Erziehungswissenschaft an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und arbeitet seit 2013 als Freelance-Autor bei JAXenter.de. Kontakt: mthomas[at]sandsmedia.com
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