Volle Kraft voraus!

Kubernetes 1.15 bringt Unterstützung für Go-Module

Katharina Degenmann

© Shutterstock / Alzay

Das zweite Release für Googles Orchestrierungsplattform Kubernetes in diesem Jahr ist erschienen und bringt wichtige Verbesserungen und interessante neue Features. Zu den wichtigsten Neuerungen gehören die Erweiterbarkeit um die zentralen Kubernetes-APIs, die Stabilität des Cluster-Lebenszyklus und die Verbesserung der Benutzerfreundlichkeit.

Vor knapp drei Monaten wurde das erste Update des Jahres für Kubernetes vom Entwicklerteam der Plattform präsentiert, damals war es Version 1.14. Nun wurde Kubernetes 1.15 veröffentlicht.

Kubernetes 1.15: Das ist neu

Insgesamt ist das 1.15er Update vollgepackt mit Neuigkeiten, Verbesserungen und enthält zudem auch einige neue Features. Laut den Release-Notes enthält die neue Version insgesamt 25 Neuerungen. Dennoch wurden lediglich zwei davon als stabil eingestuft, während sich der Rest noch im Beta- beziehungsweise Alpha-Stadium bewegt.

Stabile Features

Eines der stabilen Features ist die Unterstützung für Go-Module.

Aber auch Kubectl-Anwender haben Grund zur Freude, denn zu den stabilen Ergänzungen gehören zwei neue Befehle für Kubectl: get und describe , die das Bauen von Drittanbieter-API-Erweiterungen und Custom Resource Definitions (CRDs) erleichtern sollen.

Erweiterbarkeit rund um die zentralen Kubernetes-APIs

Um die Erweiterbarkeit zu verbessern, lag ein Fokus auf den CustomResourceDefinitions, kurz CRDs genannt. Anwendungen in CRDs, welches auf OpenAPI basieren, sollen mittelfristig auf das Konzept des Structural Schema migriert werden. Hierfür wird die nicht-polymorphe und vollständige Typisierung jedes Feldes in einer CustomResource benötigt. Zwar sei es noch nicht zwingend notwendig, dennoch nutzt Kubernetes 1.15 das neue Structural Schema bereits –  beispielsweise lässt sich das OpenAPI-Publishing für CRDs lediglich mit Structural Schemas nutzen.

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Bezüglich der CRDs wurde an den Webhooks gearbeitet, die nun über zwei neue Funktionen als Beta-Version verfügen. Zum einen haben Nutzer nun die Möglichkeit „on-the-fly“ zwischen verschiedenen Versionen zu konvertieren. Zum anderen gibt es Verbesserungen beim Wiederaufruf. Außerdem verfügen CRDs nun auch über eine neue Pruning-Funktion, die ebenfalls als Beta vorliegt. Mithilfe des Prunings lassen sich unbekannte Felder in Objekten entfernen, die an ein Kubernetes-API gesendet werden. Damit solle die Datenkonsistenz und Sicherheit verbessert werden. Eine weitere Neuerung bezüglich CRD ist der nun vorhandene Support für Defaults in Alpha-Version.

Verbesserung für Cluster-Lebenszyklus und mehr

Auch am Cluster-Lebenszyklus wurde geschraubt. Mithilfe des Cluster-Lebenszyklus-Baustein kubeadm, welches als Beta-Version zur Verfügung steht, können  Cluster nun in High Availability (HA) erstellt werden. Hierfür besteht die Möglichkeit, Control Plane Nodes zu nutzen.

Weitere interessante Neuerungen in Kubernetes 1.15 sind ein Scheduling-Framework für Schedule-Plugins und eine ExecutionHook-API zum Triggern von Hook-Befehlen in Containern. Beide Neuerungen stehen als Alpha-Version zur Verfügung. Last, but not Least erfreut sich Kubeadm nun auch eines neuen Logos!

Weitere Informationen zu Kubernetes 1.15 gibt es auf dem Blog von Kubernetes und auf GitHub.

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Katharina Degenmann
Katharina Degenmann
Katharina Degenmann hat Politikwissenschaft und Philosophie studiert. Seit Februar 2018 arbeitet sie in der Redaktion der Software & Support Media GmbH und ist nebenbei als freie Journalistin tätig.
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