Google intensiviert Kooperation mit Cloud-Infrastruktur-Anbietern

Google veröffentlicht Kubernetes 1.0

Moritz Hoffmann

© Shutterstock.com/nattanan 726

Im Februar letzten Jahres trafen sich Kubernetes-Anhänger in San-Francicso, um sich über die noch zu entwickelnden Features sowie die Stabilität von Googles Open-Source-Lösung zur Container-Orchestrierung zu beratschlagen. Nach 14.000 Committs von über 400 Contributern wurde mit Kubernetes V1 nun die Produktionsreife des Projekts verkündet. Im Zuge des Releases kündigt Google die Intensivierung der Partnerschaft mit weiteren Anbietern von Cloud- und Container-Technologie an.

Welche Features hält die erste stabile Kubernetes-Version bereit? Zum einen sind wichtige Kernfunktionen für Deployment- und Management-Abläufe wie DNS, Load Balancing, Skalierung und weitere App-Dienste enthalten. Zum anderen wird es mit Kubernetes 1.0 möglich sein, Container für ein unkompliziertes Updating und Rollback in sogenannten Pods zu gruppieren. Für das Debugging und Monitoring werden ein CLI und ein UI zur Verfügung gestellt.

Das Cluster Management selbst hält eine Live-Funktion für Upgrades und dynamische Skalierung bereit. Ebenso wurde an der Partitionierung gearbeitet, um eine tiefer gehende Ressourcenkontrolle zu ermöglichen. Das API soll auch in sehr hohen Skalierungen stabil und schnell funktionieren. Weitere Details zur App- und Cluster-Administration sowie Tutorials und Beispiele sind auf Github sowie auf der Projektseite nachzulesen.

Kubernetes als Container-Standard für Cloud Computing?

Kubernetes, dass trotz seiner Unterstützung der Docker-Technologie eine neutrale Lösung innerhalb der Containerwelt werden soll, wird bereits in der Infrastruktur großer IT-Unternehmen wie eBay, Red Hat oder Samsung eingesetzt. Auf dieser Grundlage hat Google nun die verstärkte Kooperation in der Cloud Native Computing Foundation angekündigt, zu der u.a. die Linux Foundation und Industriepartner wie Docker, IBM, VMWare, Intel, Cisco, Joyent, CoreOS, Mesosphere, Twitter und Red Hat gehören.

Ziel der Foundation ist es, die Entwicklung stabiler Container-Anwendungen für die Cloud voranzubringen und die verschiedenen Projekte im Sinne von Standardisierung und Innovation besser miteinander zu koordinieren. Das Release, für das im Rahmen der OSCon in Portland (USA) sogar eine eigene Website eingerichtet wurde, ist bereits von einigen Unternehmen der Foundation in ihre Produkte aufgenommen worden. So stellten Mitglieder des Kubernetes-Ökosystems wie Tectonic, CloudBees und Hitachi Integrationen mit Kubernetes 1.0 vor.

Google selbst nutzt Kubernetes bereits für die Container-Orchestrierung seiner Cloud-Services Search und GMail.

Aufmacherbild: Containers with Sky and Clouds via Shutterstock.com
Urheberrecht: nattanan 726

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Moritz Hoffmann
Moritz Hoffmann
Moritz Hoffmann hat an der Goethe Universität Soziologie sowie Buch- und Medienpraxis studiert. Er lebt seit acht Jahren in Frankfurt am Main und arbeitet in der Redaktion von Software und Support Media.
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