Hello Ktor 1.0!

Ktor 1.0 ist erschienen

Katharina Degenmann

© Shutterstock / SVPanteon

Das JetBrains-Team hat vor Kurzem eine Vorabversion des neuen Frameworks Ktor veröffentlicht. Dieses wird verwendet, um asynchrone Server und Clients mithilfe von Kotlin in vernetzten Systemen zu erstellen. Nun ist Ktor 1.0 erschienen. Mit ihm Gepäck sind Koroutinen für asynchrone Anwendungsfälle und eine eigene DSL.

Ktor ist ein in Kotlin geschriebenes Framework aus dem Hause JetBrains und zielt darauf ab, einen einfacheren Aufbau von vernetzten Anwendungen zu ermöglichen. Das end-to-end Multiplattform-Anwendungs-Framework ist für die Arbeit an Webanwendungen, HTTP-Services sowie Mobile- und Browser-Anwendungen konzipiert worden. Diese sollten, um eine höchstmögliche User Experience (UX) zu gewährleisten, möglichst asynchron sein. Für komplexe asynchrone Anwendungsfälle verwendet Ktor Koroutinen. Durch die Verwendung diverser Features von Kotlin ist es zudem möglich, eine eigene DSL (Domain-specific Language) bereitzustellen. Die DSL und die Koroutinen machen aus Ktor einen guten Begleiter für das Starten neuer Backend-Projekte oder Microservices. Nun hat JetBrains Ktor Version 1.0 erreicht.

Das Herzstück: Server und im Client

Ktors HTTP-Server setzt auf bewährten Technologien, wie Netty, Jetty und Java Servlets auf. Durch die Verwendung von Netty oder Jetty, können Verbindungen in weniger als einer Sekunde hergestellt werden. Zudem enthält Ktor Features wie Sessions, Authentifizierung, JSON-Serialisierung und Web Sockets. Auch das Einbetten in Desktop- (oder sogar Android-) Anwendungen, aber auch das Ausführen auf Tomcat ist möglich. Der HTTP-Server ist übrigens konform zu den Prinzipien des 12-Faktor-Paradigmas und generell containerfreundlich.

Der Client ist als Multiplattform-Bibliothek implementiert und unterstützt die JVM, JavaScript, Android sowie iOS. Dabei ist der Client-Teil von Ktor – wie auch der HTTP-Server – asynchron und baut auf den gleichen Koroutinen un IO-Primitiven auf, die auch den Server antreiben.

Ktor stellt eine Reihe von Tools bereit, die es erlauben, für eine vollfunktionsfähige Anwendung mit Ktor alle notwendigen Features auszuwählen. Das klappt sowohl im Web mit dem Projektgenerator für Ktor als auch mit dem Plug-in für die hauseigene Entwicklungsumgebung IntelliJ IDEA.

Das Framework ist kostenlos, Open Source und unter der Apache 2-Lizenz veröffentlicht. Alle weiteren Schritte zur Einrichtung von Ktor und Details zum Framework an sich können Interessierte auf dem offiziellen Blog nachlesen.

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Geschrieben von
Katharina Degenmann
Katharina Degenmann
Katharina Degenmann hat Politikwissenschaft und Philosophie studiert. Seit Februar 2018 arbeitet sie in der Redaktion der Software & Support Media GmbH und ist nebenbei als freie Journalistin tätig.
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