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Kotlin-Plug-In für Eclipse erreicht erste Alpha

Michael Thomas

Kotlin Logo (Quelle: jetbrains.com)

Bereits seit längerem arbeitet das Kotlin-Team an einer besseren Unterstützung von IntelliJ IDEA und Eclipse. Zumindest im Hinblick auf die letztere IDE trägt diese Arbeit nun erstmals Früchte: Ab sofort ist eine Alpha-Version des brandneuen Kotlin-Plug-In für Eclipse zu Testzwecken verfügbar.

Für die Nutzung des Plug-Ins wird eine saubere Installation von Eclipse Luna benötigt. Von den bislang verfügbaren Features, wozu das Bauen von Code, die Java-Interoperabilität, die Codehervorhebung, das Debugging, die Navigation, eine grundlegende Codevervollständigung sowie der Auto-Import und Modultests gehören, werden einige im Folgenden näher beleuchtet.

Erste Features

Der Kotlin-Compiler wird mithilfe des Plug-Ins in den Build-Prozess von Eclipse integriert, weshalb es möglich ist, in ein und demselben Eclipse-Projekt sowohl Kotlin als auch Java zu verwenden. Dazu kann entweder ein neues Kotlin-Projekt erstellt oder wahlweise eine Kotlin-Datei einem bereits existierenden Java-Projekt hinzugefügt werden. In beiden Fällen stehen Java-Klassen in Kotlin zur Verfügung (und natürlich auch umgekehrt).

Zudem werden wesentliche Editor-Features wie die Codehervorhebung und -formatierung unterstützt. Gleiches gilt für die grundlegende Codevervollständigung, diese erfordert jedoch noch einigen Feinschliff. Auch die Navigation ist noch eingeschränkt: Die einzige in der Alpha unterstützte Handlung ist Open Declaration. Allerdings können mit Outline View Deklarationen in Kotlin-Dateien navigiert werden und im Open Resource-Fenster können Kotlin-Dateien namentlich gesucht werden.

Auch der Debugger ist noch stark ausbaufähig, bislang werden das Setzen von Breakpoints, die Nutzung Step in/over/out sowie das Betrachten lokaler Variablen und Inhalte von Kotlin-Objekten unterstützt.

Weitere Informationen und die Download-Links finden sich in der offiziellen Ankündigung des Plug-Ins.

Kotlin Basics

Kotlin wird von dem tschechischen Tool-Anbieter JetBrains, Hersteller der populären Entwicklungsumgebung IntelliJ IDEA, entwickelt und zielt auf Java- und JavaScript-Plattformen ab. Sie kann in Bytecode oder JavaScript kompiliert werden; zu ihren Merkmalen gehören ein statisches Typensystem, Objektorientierung, prozedurales Programmieren mittels Funktionen, Unterstützung für Variable Type Inference und Support für Closures.
Seit Februar 2012 ist Kotlin als Open Source verfügbar. Ursprünglich aus der Taufe gehoben wurde die Sprache, weil Scala nach JetBrains-Aussage zu komplex, Groovy zu langsam und Ceylon zu Java-inkompatibel gewesen sei (siehe unseren Beitrag zum Launch von Kotlin).

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Michael Thomas
Michael Thomas
Michael Thomas studierte Erziehungswissenschaft an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und arbeitet seit 2013 als Freelance-Autor bei JAXenter.de. Kontakt: mthomas[at]sandsmedia.com
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