Java EE-Anwendungsmigration auf den SAP Web AS, Teil 2

Konsistenz gesucht

Helge Martin und Johannes Hamel

Die Einführung der NetWeaver-Plattform umfasst nicht nur die Migration bestehender Java EE-Anwendungen auf den SAP Web AS, sondern auch die Anpassung des bestehenden Entwicklungsprozesses für Java EE-Projekte. Dieser zweite Teil der Migrationsserie geht daher detaillierter auf die Themen Prozessmigration und die NetWeaver Development Infrastructure ein.

In der vorherigen Ausgabe haben wir die organisatorischen und technischen Faktoren einer Java EE-Anwendungsmigration am Beispiel des SAP Web AS 6.40 als Teil der NetWeaver-Plattform diskutiert und unter anderem festgestellt, dass ein Migrationsprojekt nicht damit abgeschlossen ist, dass nach der Migration alle Geschäftsanwendungen auf der neuen Plattform produktiv sind. Die migrierten Anwendungen sollen gewartet, gegebenenfalls weiterentwickelt und zukünftige Eigenentwicklungen des Unternehmens gegen die neue Plattform entwickelt werden.In vielen Entwicklungsabteilungen hat sich ein werkzeuggetriebener Entwicklungsprozess fest etabliert und viele freie und kommerzielle Produkte für Software Configuration und Build Management, wie Subversion [1], CVS [2], Perforce [3] und CruiseControl [4] haben ihren Weg in die entwickelnden Abteilungen gefunden.Mit einem Wechsel der Plattform bzw. des Application Server geht aus unserer Erfahrung auch stets ein Wechsel im gesamten Entwicklungsprozess einher. Dies allein schon aufgrund der oftmals unumgänglichen Anpassungen der Tool-Kette. Diese beginnen für den Entwickler bei der IDE und erstrecken sich über alle Prozesse und Tools im Product Lifecycle Management.Mit der NetWeaver Development Infrastructure (NWDI) [5] offeriert SAP nicht nur die einschlägigen Tools, sondern einen integrierten, werkzeuggestützten Entwicklungsprozess, der alle Anforderungen der Softwareentwicklung abdecken soll.Während wir uns im letzten Artikel mit der Migration von Java EE-Applikationen auf den Web AS befasst haben, wollen wir in diesem Teil zunächst die spezifischen Implikationen einer Plattformumstellung auf NetWeaver für den (Java-)Entwicklungsprozess vorstellen und darauf basierend die Chancen und Risiken eines Wechsels zur Entwicklung in der NWDI diskutieren. Hierzu betrachten wir zunächst die gängigen Tools in typischen werkzeuggetriebenen Prozessen.

Abb. 5: Rollenmodell
Geschrieben von
Helge Martin und Johannes Hamel
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